Österreich verbessert sich, Deutschland verschlechtert sich

Heute wieder einmal die übliche österreichische Selbstbeschädigung. Österreich fällt hinter Deutschland zurück, so heißt es.

Nun: wieso dann das häufig von den Neokonservativen zitierte World Economic Forum Österreich auf aufsteigendem Ast und Deutschland auf absteigendem Ast sieht , verstehe wer wolle.

Sogar das Wirtschaftsministerium hebt die Erfolge vor:

„Österreich verbessert sich insgesamt von Rang 23 (von 140) auf Rang 19 (von 138). (Österreich hat damit Frankreich, Australien und Luxemburg überholt); dabei ist die Wettbewerbsfähigkeit bei 5,2 Scorepunkten gleich geblieben

Österreich 2016/2017 in EU auf Rang 8 (2015/16 Rang 10)“

Ich persönlich halte ja nicht sehr viel von solchen Rankings. Aber wenn man sie immer dazu verwendet um Österreich mies zummachen, muss man auch die gegenteilige Entwicklung akzeptieren. Oder das Spiel mit den doofen Rankings aufgeben. Das werden sie aber nicht tun. Es ist bequem und die Medien fahren drauf ab. Und irgendwas wird schon hängenbleiben. Bedauerlich, dass die Österreichischen Eliten darauf reinfallen. Aber das ist ein anderes Kapitel.

wef

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Korruptes Regime in Brasilien. Die Medien in Österreich schweigen

Glenn Greenwald hat über die unglaublichen Zustände in Brasilien berichtet. Die österreichischen Medien schweigen. Vermutlich weil es sich um ein rechtes Regime handelt. Das passt halt nicht.

brasilien

brasilein 2

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Preise für Güter des täglichen Bedarfs steigen stärker als VPI

Güter des täglichen Bedarfs (hauptsächlich Lebensmittel), abgebildet im Mikrowarenkorb, steigen stärker als der VPI. Gerade Pensionistinnen und Pensionisten mit einer niedrigen Pension sind vor allem auf diese Güter angewiesen und leiden daher stärker unter Preissteigerungen.

 

Vergleich Inflation: VPI und Mikrowarenkorb
 
    VPI Mikrowarenkorb
2016 August 0,6 1,6
  Sept 0,9 1,3
  Okt. 1,3 1,8
  Nov. 1,3 1,8
  Dez. 1,4 2,1
2017 Jänner 2,0 2,3
  Febr. 2,2 3,2
  März 1,9 2,7
  April 2,1 2,5
  Mei 1,9 3,2
  Juni 1,9 3,8
  Juli 2,0 2,5

 

 

täglicher bedrf

Quelle: Statistik Austria, APA

 

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Österreich ist Hochpreisland

 Preisvergleiche Österreich-Deutschland

 

Regelmäßige Untersuchungen der Arbeiterkammern und des VKI zwischen 2008 und 2017 zeigen, dass das Preisniveau in Österreich höher ist, als in Deutschland, und zwar in allen bisher durchgeführten 48 Erhebungen!

Untersucht wurde dabei verschiedene Warengruppen: Lebensmittel, Markenprodukte, Drogeriewaren, Baumärkte, Reinigungsmittel, Körperpflegeprodukte etc.

 

 

wien berlin

 

Beispiel: Gesamtpreis der erhobenen Warenkörbe 2011-2017 in Wien und Berlin (in Euro) (Erhebung der Arbeiterkammer Wien) 

 https://media.arbeiterkammer.at/wien/PDF/Lebensmittel_Wien-Berlin_Februar_2017_neu.pdf

 Inflationsrate in Österreich und Deutschland

Auch die amtliche Statistik zeigt, dass die Teuerung in Österreich höher ist als in Deutschland, dass die Preise in Österreich auch bei längerfristiger Betrachtung stärker steigen. Die Inflationsraten waren in Österreich in einer mittelfristigen Betrachtung immer höher als in Deutschland.

Österreich höhere Inflation als Deutschland (HVPI)

Inflationsraten: Österreich und Deutschland (Quelle Eurostat).

 

Österreich Deutschland
2011 3,6 2,5
2012 2,6 2,1
2013 2,1 1,6
2014 1,5 0,8
2015 0,8 0,1
2016 0,97 0,37

 

 

 

 

 

 

 

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Niedrige Einkommen leiden am meisten unter Teuerung

 Unterschiedliche Verbrauchsausgaben: niedrige Einkommen geben fast die Hälfte für Ernährung und Wohnen/Energie aus

 

Haushalte mit niedrigem Einkommen geben für Ernährung und Wohnen anteilsmäßig mehr aus als der durchschnittliche Haushalt oder gar die einkommensstärkste Haushalte.

 

Das unterste Einkommenszehntel gibt beispielsweise für Ernährung 14.6 Prozent ihres Einkommens aus, für Wohnen und Energie 31.8 Prozent. Das oberste Zehntel gibt nur 8,3 Prozent ihres Einkommens für Ernährung und nur 23,5 % für Wohen aus.

 

dezile 1

 

 

Gerade bei diese Warengruppen ist eine stärkere Teuerung zu beobachten als bei anderen Waren.

Damit ergeben sich für Haushalte mit niedrigerem Einkommen höhere persönliche Inflationsraten als für Haushalte mit höherem Einkommen

Bezieher niedriger Einkommen haben höhere persönliche Teuerung als Bezieher höhere Einkommen

 

 

Persönliche Inflationsraten der untersten Zehntels und des obersten Zehntels der Einkommen ( Einkommensdezile)

 

VPI 1. Dezil 10.Dezil
Dezember 2012 2,8 3,2 2,6
Dez 13 1,9 2,0 1,8
Daz 14 1,0 1,3 0,9
Dez 15 1,0 1,2 0,8
Dez 16 1,4 1,7 1,3

 

Quelle: Statistik Austria

Quelle der Berechnung: Konsumerhebung 2009/2010: Monatliche Haushalsausgaben (excl. imputierte Mieten), durchschnittliche Werte

 

 

Monat für Monat hatten in den letzten fünf Jahren, also seit 2012, die Bezieher niedriger Einkommen eine persönlich höhere Inflationsrate als die Bezieher höherer Einkommen

 

 

Aus diesem Grund wäre auch eine an den VPI angeknüpfte automatische Anpassung zur Abmilderung der kalten Progression ungerecht. Höhere Einkommen würden mehr profitieren als niedrige Einkommen, wie eine Studie der Wirtschaftsuniversität Wien berechnet.

 

progression

 

https://www.wu.ac.at/fileadmin/wu/d/ri/ineq/INEQVerteilungKalteProgression.pdf

 

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Wien im Juni

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14. Juni 2017 · 3:28 pm

Neoliberales Steuerprojekt fantastisch gescheitert #Kurz

Im US-Bundesstaat Kansas ist letzte Woche eines der prominentesten neoliberalen Steuerprojekte gescheitert.

Man erinnert sich: Der republikanische Governor Brownback stellte 2012 ein steuerpolitisches Experiment auf die Beine („the biggest tax cut of any state, relative to the size of ist economy, in recent history“).

Steuern sollen gesenkt werden, bei den Ausgaben des Staates soll „gespart“ werden und die Steuereinnahmen sollen wegen der „Entfesselung“ („a shot of adrenaline“) der Wirtschaft sprudeln.

Ähnliche Vorschläge kennen wir von Trump und jüngst aus Österreich.

Im 1:1 Modell in Kansas zeigt sich nun wohin das führt.

Die Steuersenkungen kamen, aber nicht das Wachstum. Es betrug 0,2 Prozent im Vergleich von 2 Prozent im Rest des Landes (2016). Und das Budgetdefizit stieg. Die Kreditwürdigkeit des States Kansas wurde zweimal herabgesetzt.

2017 hat das Parlament von Kansas dann Steuererhöhungen beschlossen, sogar eine progressive Einkommenssteuer. Der republikanische Governor blockierte. Nun hat die Gesetzgebung eine Beharrungsbeschluß gefasst. Das Experiment ist zu Ende.

 

 

 

 

https://www.vox.com/policy-and-politics/2017/6/7/15753510/kansas-brownback-tax-reform

 

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