Archiv der Kategorie: Zahlen und Fakten

Je weniger gearbeitet wird, desto besser geht’s den Menschen

Eines von vielen falschen Narrativen:  je mehr man arbeitet, desto besser geht’s einem. Das ist Unsinn. Der Wohlstand einer Nation hängt nicht davon ab, wie viel oder wie lange man arbeitet. Ausschlaggebend ist letztlich wie hoch die Produktivität ist. Das beste Beispiel: Die Deutschen arbeiten 1363 Stunden pro Jahr, die Griechen 2035 Stunden. Österreich liegt mit 1601 Stunden im unterem Drittel.

https://data.oecd.org/emp/hours-worked.htm

abgerufen am 18.6.18

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Budget: 10,5 Mrd. Euro mehr einnehmen statt „sparen“. Mehr Glück als Verstand

Sparen, Nulldefizit, Sparen, so lautet das Mantra von Schwarz-Blau. Und der Boulevard hüpft vor Freude.

Viel musste die Regierung nicht dazu tun.

Budgetpolitik ist ganz einfach zu verstehen.

 

Windfall-Profits: 9 Mrd. Euro

Die Kalte Progression spült 1,8 Mrd. Euro in den Staatshaushalt.

Durch niedrige Zinsen erspart sich der Finanzminister 2 Mrd.

Die Bankenrettung lauft aus: 5 Mrd. Euro

Also fast 9 Mrd. Euro windfall-profits für das Budget. Ohne einen Finger politisch rühren zu müssen.

 

Einnahmen durch Sondereffekte: 1,5 Mrd, Euro

826 Mio. Rückflüsse aus Vergleich mit Bayern (Hypo Alpe Adria)

400 Mio.Versteigerung von Mobilfunklizenzen

298 Höhere Dividenden BIG, ÖBIB, Asfinag

(Quelle: WZ 13.6.18)

 

Sparen bei den Bedürftigen

Und da spart man noch bei den Bedürftigen: 2,5 Mrd. Euro.

 

Geschenke an die Unternehmer

Da kann man es sich schon leisten, dass man,

für die Hoteliers 120 Mio. Euro pro Jahr flüssig macht

den Unternehmen durch Senkung des AUVA-Beitrages 500 Mio. pro Jahr entlasten will

und durch die Senkung der Körperschaftssteuer auf nicht entnommene Gewinne 2,3 Mrd. an die Unternehmer verschenkt.

 

Von den 66 Mio. „Körberlgeld“ für nicht näher definierte Aufgaben von Kurz und Strache ganz zu schweigen.

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Kosten der privaten Versicherungen und der Selbstverwaltung

Muss nicht weiter kommentiert werden

Quelle:

https://awblog.at/selbstverwaltung-ist-90-ehrenamtlich-regierung-will-teure-manager-statt-versichertenvertreter/

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Eine Milliarde Euro pro Jahr entgeht dem österreichischen Staat durch Steuerbetrug

Österreich muss laut  G. Zucman ( Ökonom in Berkeley) wegen Steueroasen auf  rund 13 Prozent der Körperschaftssteuer verzichten. In absoluten Zahlen bedeutet das für das österreichische Budget allein für das Jahr 2016 einen Einnahmenausfall von etwa 1 Mrd. Euro.

Vielleicht einmal eine Budgetpolitik, die weniger bei den Peanuts spart, sondern die großen Dinge in die Hand nimmt, das wünschen wir uns. Aber da können wir vermutlich lange warten. Zuerst muss der Fünfjahresplan exekutiert werden. Egal was ist.

 

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Eingeordnet unter Ökonomie, Gerechtigkeit, Internationale Politik, Steuern, Zahlen und Fakten

Die Reichen sind noch reicher als bisher angenommen

In des bisherigen Studie über die Vermögensverteilung konnten naturgemäß die „geheimen“ Vermögen nicht berücksichtig werden. Sie werden ja nicht erhoben, das Offshore-Vermögen wurde ja nicht gemessen. Zucman et. al. zeigen in einer jüngsten Studie, dass die Reichen noch reicher sind als bisher erhoben oder berechnet.Damit müssen aber die bisherige Studie über die Vermögensverteilung umgeschrieben werden.

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Wer reicher ist, hinterzieht mehr Steuern

Eine Steuerprogression ganz anderer Art

Für alle, die es vermutet haben: eine Studie über die Steuermoral der oberen Einkommens- und Vermögensschichten in den skandinavischen Staaten zeigt es. Mit steigendem  Vermögen sinkt die Steuermoral.

Untersucht wurde die Steuermoral in  Norwegen, Schweden Dänemark. Methodisch sind solche Untersuchungen nicht einfach. Man untersucht ja ein Steuerverhalten, das (meist) nicht einmal die Steuerbehörerden kennen. Aber seit den verschiedenen leaks ( Swissleak, Pana-Papers)  gibt’s doch einige Informationen auf die man aufbauen kann.

Auf die Frage, warum die Reicheren mehr Steuern hinterziehen gibt’s eine einfache Antwort: weil sie’s können. Es hat sich eine eigene Industrie in einigen Staaten etabliert,die dieses Klientel ( 20 Mio Euro oder mehr muss man da schon anlegen wollen) bestens bedient.

Sind diese Zahlen aus Skandinavien auch auf andere Staaten übertragbar? Ja. Wenn man davon ausgeht, dass die Steuermoral in den skandinavischen Staaten eher höre ist als in Mitteleuropa oder gar Osteuropa und Südeuropa, so kann man davon ausgehen.

 

 

Das Versagen der Politik: Auch Österreich stimmt für großzügig Ausnahmeregeln.

Der österreichische Finanzminister Löger hat mit den EU-Finanzministern Panama von der offizellen Liste der Steuersümpfe streichen lassen. Für die EU ist Panama jetzt offiziell kein Steuersumpf mehr.

1000 Mrd Euro Steuerentgang in Europa

Laut einer Studie des EU Parlaments soll sich der Schaden, der durch die Panama Papers aufgedeckt wurde, auf bis zu 237 Milliarden Euro belaufen.

Insgesamt ist der Schden durch Steuervermeidung und -betrug laut EU-Kommission 1000 Milliarden Euro!

 

Weitere Quellen:

http://gabriel-zucman.eu/leaks/

http://gabriel-zucman.eu/files/AJZ2017.pdf

http://gabriel-zucman.eu/files/AJZ2017Slides.pdf

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Budget: Insgesamt mehr Personal und mehr Personal für Inneres

Insgesamt gibt’s mehr Personal bis 2022 und zwar über 3000 Stellen. Das entspricht zwar nicht der Einsparideologie der Bundesregierung, aber sei’s  drum. Einsparungsdoktrinen ohne Konzept sind ohnehin dumm und zweites, wie man sieht, auch nicht durchsetzbar.

Interessant ist allerdings, wo ausgeweitet wird, wo die Prioritäten  von Schwarz-Blau sind.

Für Inneres gibt’s  2735 mehr Stellen,

für Asyl und Migration gibt’s 1748 mehr.

 

Weniger gibt’s für Justiz (minus 457, Richter und Staatsanwälte murren),

fürs Militär (minus 214),

für Finanzverwaltung (minus 171, besonders sinnlos, weil ja mit mehr Finanzpersonal mehr Einnahmen lukriert werden können. Sparen am falschen Platz).

 

Quelle: Budgetanalyse der Arbeiterkammer

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