Archiv der Kategorie: Zahlen und Fakten

Budget leicht zu verstehen: Mehr Glück als Verstand

Sparen, Nulldefizit, Sparen, so lautet das Mantra von Schwarz-Blau.

Und der Boulevard macht sich an vor Freude.

 

Viel musste die Regierung nicht dazu tun.

Budgetpolitik ist ganz einfach zu verstehen.

Windfall-Profits

Die Kalte Progression spült 1,8 Mrd. Euro in den Staatshaushalt.

Durch niedrige Zinsen erspart sich der Finanzminister 2 Mrd.

Die Bankenrettung lauft aus: 5 Mrd. Euro

Also fast 9 Mrd. Euro windfall-profits für das Budget. Ohne einen Finger politisch rühren zu müssen.

Sparen bei den Bedürftigen

Und da spart man noch bei den Bedürftigen: 2,5 Mrd. Euro.

 

Geschenke an die Unternehmer

Da kann man es sich schon leisten, dass man,

für die Hoteliers 120 Mio. Euro pro Jahr flüssig macht

den Unternehmen durch Senkung des AUVA-Beitrages 500 Mio. pro Jahr entlasten will

und durch die Senkung der Körperschaftssteuer auf nicht entnommene Gewinne 2,3 Mrd. an die Unternehmer verschenkt.

 

Von den 66 Mio. „Körberlgeld“ für nicht näher definierte Aufgaben von Kurz und Strache ganz zu schweigen.

Advertisements

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Ökonomie, Zahlen und Fakten

„Pensionsautomatik“: Die Jungen werden verlieren

Die neueste Prognose der EU-Kommission zeigt es: wird das gesetzliche Pensionsalter an die Lebenserwartung angebunden (Pensionsautomatik), dann werden die heute Jungen einmal ganz schön durch die Finger schauen. Von „Generationengerechtigkeit“ keine Spur.

Heute beträgt der Anteil der Pensionsausgaben 13,8 Prozent des BIP. Bei einem Szenario „Pensionsautomatik“ (Anpassung des Pensionsantritts an die gestiegene Lebenserwartung), wie häufig von den Neokonservativen und der Versicherungswirtschaft vorgeschlagen, wird dieser Anteil 2070 nur mehr 11,5 Prozent ausmachen. Dabei steigt die Zahl von älteren Personen über 65 von 1,6 Millionen auf 3,1 Millionen!

Dies hat die EU-Kommission in jüngsten Berechnungen dargelegt (S.19).

Heute beträgt der Anteil der Pensionsausgaben 13,8 Prozent des BIP.  Geht man von einer Fortführung der bisherigen Pensionsstrategie aus (von der EU-Kommission „Referenzszenario“ genannt), dann wird der Anteil am BIP im Jahr 2070 14,3 Prozent ausmachen, also etwas mehr als heute – allerdings bei viel mehr älteren Personen. Das sollte sich ein entwickelter Sozialstaat leisten können.

Siehe auch: https://www.awblog.at/langfristprojektionen-der-eu-kommission/

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Ökonomie, Demographie, Pensionen, Zahlen und Fakten

Mehrheit für Vermögenssteuer

Quelle: https://www.awblog.at/mehrheit-fuer-vermoegenssteuer/

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Ökonomie, Gerechtigkeit, Verteilung, Zahlen und Fakten

Die Reichen zahlen nicht mehr Steuern als die Armen

Eine der Mythen in der politischen Diskussion besagt, dass die Bezieher höherer Einkommen ja eigentlich den Sozialstaat erhalten. Schaut man sich die Zahlen genauer an, so sieht man, dass Reiche wie Arme, Personen mit hohen Einkommen und Personen mit niedrigen Einkommen relativ  zu ihrem Einkommen ähnlich viel Abgaben und Steuern zahlen.

 

https://www.awblog.at/finanzierung-sozialstaat/

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Ökonomie, Steuern, Zahlen und Fakten

Kindergarten-Steuer frisst Familienbonus

 

 

https://kontrast.at/oberoesterreich-kindergartengebuehren-fressen-den-familienbonus-auf/

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Zahlen und Fakten

Regierungsprogramm: Die Forderung nach einer geringeren Steuer- und Abgabenquote ohne die Verteilungswirkungen anzusprechen ist unsinnig

Regierungsprogramm: „Die Bundesregierung hat es sich daher zum Ziel gesetzt, die Steuer- und Abgabenquote in Richtung 40 Prozent zu senken.“ (S. 125)

 

Getragen von der neoliberalen Ideologie (am präzisesten formuliert durch die Industriellenvereinigung)will diese Regierung weniger Staat. Diese Ideologie hat keine empirische Evidenz.

Wenn die Steuer- und Abgabenquote sinkt, dann bedeutet das weniger Geld für Soziales, Gesundheit, Bildung und es stellt sich die Frage, wen das trifft.

 

 

Hohe Steuer- und Abgabenquote bedeutet mehr Wohlstand

Eine hohe Abgabenquote beeinträchtigt das Wirtschaftswachstum nicht

 

Diejenigen Länder in Europa, die eine hohe Abgabenquote haben, haben auch den höchsten Wohlstand. Die Länder mit den höchsten Abgabenquoten haben die höchsten Haushaltseinkommen pro Kopf. Ausnahmefall Luxemburg und Deutschland, das seine Infrastruktur vernachlässig.

 

 

Quellen:

https://www.awblog.at/oesterreich-bei-bip-und-real-verfuegbarem-einkommen-pro-kopf-in-der-eu-spitzengruppe/

 

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/Broschueren_Bestellservice/2017-06-08-die-wichtigsten-steuern-im-internationalen-vergleich-2016-ausgabe-2017.pdf?__blob=publicationFile&v=5   Seite 9

 

 

Die Länder mit den höchsten Abgabenquoten haben die höchsten

Haushaltseinkommen pro Kopf. Ausnahmefall Luxemburg und

Deutschland, das seine Infrastruktur vernachlässig.

 

https://makronom.de/bremst-eine-hohe-abgabenquote-das-wirtschaftswachstum-24451

 

 

 

Internationale Vergleiche hinken

Internationale Vergleiche hinken oft wegen unterschiedlicher nationaler Strukturen und Zählweisen. So hat (immer wieder von den Neoliberalen als leuchtendes Beispiel angeführte) die Schweiz eine Abgabenquote, die in Wirklichkeit weitaus höher ist ausgewiesen (So gibt es in der Schweiz eine verpflichtende Krankenversicherung, allerdings auf privater Basis. Das zählt dann nicht als Staatsabgabe, für die Zahler ist es aber egal.)

 

„Würde man auch bei uns alle obligatorischen Abgaben und Versicherungen dem Staat zuordnen, stiege die Staatsquote von 33 % auf ca. 44 %. Damit läge die Schweiz in Bezug auf den Fußabdruck des Staates im Mittelfeld der europäischen Länder.

 

Quelle: Avenier Suisse, Schweizer Denkfabrik des Liberalismus und der Marktwirtschaft.

 

https://www.avenir-suisse.ch/grenze-zwischen-staatlichem-und-privatem_staatsquote-ist-nicht-gleich-staatsquote-2/

 

 

 

 

Viel wichtiger ist die Steuerstruktur und nicht die höhe der Abgabenquote

 

„Es braucht demnach eine Umstrukturierung im Steuersystem und keine Senkung der Abgabenquote – eine Senkung würde am eigentlichen Strukturproblem nichts ändern. Insbesondere Steuern auf Arbeit müssen gesenkt werden, während die Beiträge von Vermögenden zumindest auf den OECD-Durchschnitt (1,9% des BIP im Vergleich zu 0,6% in Österreich und 1,1% in Deutschland)angehoben werden sollten. Wer sich also um die wachstumshemmende Wirkung eines Steuersystems sorgt, sollte nicht isoliert über eine allgemeine Senkung der „Abgabenlast“ reden, sondern sich eher über die „hohe Kunst der Vermögensbesteuerung“ Gedanken machen. Aber auch diese Diskussion hat inzwischen eine ziemlich lange Geschichte.“

 

https://makronom.de/bremst-eine-hohe-abgabenquote-das-wirtschaftswachstum-24451

 

 

Abgabenquote sinkt ohnehin – ohne zutun der neuen Regierung

 

Die Abgabenquote in den nächsten Jahren sinkt ohnehin (auch ohne Zutun der kommenden Regierung). Vielfach aufgrund von Maßnahmen der letzten Regierung Kern/Mitterlehner. Das würde ich aber nicht überschätzen.

 

Quelle: http://www.diesubstanz.at/content/abgabenquote-sinkt-schon-„-richtung-40-prozent“

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Ökonomie, Gerechtigkeit, Politik, Verteilung, Zahlen und Fakten

Regierungsprogramm: zwei Drittel bekommen keine Pflegegeld-Erhöhung

Beim Pflegegeld soll eine Anhebung nur ab der Pflegegeldstufe 4 erfolgen. Die meisten Pflegegeld-Bezieher gibt es allerdings in den ersten drei Pflegegeldstufen, konkret 68 Prozent! Mehr als zwei Drittel aller Pflegegeld-BezieherInnen keine Erhöhung zu gewähren ist unsozial!

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Gerechtigkeit, Pensionen, Verteilung, Zahlen und Fakten