Archiv der Kategorie: Verteilung

Die Balkanisierung der Insel

Der irische Ökonom David MacWilliams hat 2015 (!) diese Video produziert.

Er hat die Balkanisierung der Insel prognostiziert.

Zum Brexit sagt er:

 It is the symptom, not the cause and is the consequence of fundamental problems like inequality, disenfranchisement and a seething popular resentment with the status quo. It’s a yellow card, not a red.

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EU: Elitenversagen am Beispiel TTIP und Austerity

Der deutsche Elitenforscher Michael Hartmann benennt im Zusammenhang mit Brexit die Probleme der EU. Er ortet ein Versagen der Eliten.

Er beschreibt das am Beispiel von TTIP:

„Sie versuchen nicht wirklich, die Bevölkerung in Entscheidungen einzubinden, (…), wenn Sie sich CETA und TTIP angucken, wie die EU-Kommission oder alle entscheiden Gremien der EU agieren.“

Und am Beispiel der Austerity Politik:

„Und das zweite ist die Austeriätspolitik, die nun seit etlichen Jahren betrieben wird – also die schwäbische Hausfrau – vor allem von der deutschen Regierung vorangetrieben, aber eben auch mit Unterstützung anderer Regierungen, die für zumindest große Teile der südeuropäischen Bevölkerung eine drastische Verschlechterung ihrer Lebenssituation beinhalten.“ 

Das Resümee:

„Wenn man sich die Geschichte der EU ansieht, und gerade die zurückliegenden 10, 20 Jahre, dann würde ich sagen, wenn man die schuld zuweisen müsste, dann eher den Eliten.“

 

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Unternehmer sagen: Reich wird man eher übers Erben als über Leistung

Eine aktuelle Auswertung der Vermögensstudie der Österreichischen Nationalbank zeigt, daß  Unternehmer der Ansicht sind, daß man eher übers Erben reich wird als über Leistung.

Hilde Weiss und Juli Hoffmann haben  die Erhebungsdaten der Vermögensstudie der Nationalbank gesondert ausgewertet und  Einstellungen zum Reichtum nach Klassenlage beschrieben.

Besonders interessant ist die Einstellung von Unternehmern ( Kategorie: Manager/Unternehmer/ selbständige Landwirte)

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Bemerkenswert ist auch, daß 69 Prozent der Unternehmer die Meinung haben:  „zu großer Reichtum einiger weniger führt zu Problemen in der Gesellschaft“

 

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Eliten in Europa. Österreich noch die meiste Bodenhaftung

Der Soziologe Michael Hartmann hat sich die Rekrutierung der Eliten in einigen europäischen Staaten angesehen. Österreich hat hier noch die meiste Bodenhaftung. In Österreich haben in der Vergangenheit ( 1945-2006) Kinder aus der unteren Hälfte der Bevölkerung jeden zweiten Bundeskanzler gestellt.In Frankreich und in Großbritannien beobachtet er beinahe eine Inzucht bei der Verteilung der politischen Ämter, aber auch und vor allem bei den Spitzenpositionen in der Wirtschaft. Näheres in Michael Hartmann, Eliten und Macht in Europa, Frankfurt 2007

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Quelle: Wiener Zeitung 26/27.3.2016

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Deutschland sagt sorry zu Harz IV

Fake-Ministerium entschuldigt sich für Agenda 2010

 

Quelle: http://deutschland-sagt-sorry.de

 

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Über „Pensionslöcher“ und andere Löcher #imzentrum

 

Anmerkungen zur Pensionsdebatte (9)

Über das Bauernloch, das Lehrerloch, das Polizeiloch und andere Löcher

 

Gerne wird in der Berichterstattung und in der politischen Debatte über Pensionen der Begriff „Pensionsloch“ verwendet. Ziel ist es natürlich, das gesetzliche Pensionssystem, das Umlageverfahren mies zu macht. Der NLP-Sprech ist die Methode.

 

Um was geht es?

Der Staat, der Bund, finanziert die Pensionen mit. Ziel seit dem ASVG (1955): ein Drittel, tatsächlich immer weniger. Den „Rest“, also die Mehrheit der Pensionsausgaben, finanzieren Arbeitnehmer und Arbeitgeber durch ihre Sozialversicherungsbeiträge.

 

Nun wollen seit längerer Zeit die Industriellenvereinigung, die Versicherungswirtschaft, ihre „Denkbunker“ und ihre Hilfseliten, dass sich der Staat aus der Finanzierung zurückzieht und bezeichnet daher die staatliche Finanzierung abwertend als „Pensionsloch“.

(Nebenbei wollen sie auch die Kürzung der Beiträge der Unternehmen (Lohnnebenkosten genannt),  das Pensionssystem soll also ausgehungert werden, die Jungen sollen einmal nix an Pension bekommen, aber das sagt natürlich niemand. Und viele Jungen glauben das und schliessen brav ihre Versicherungen ab, womit ein Teilziel schon erreicht wäre.)

 

Mit dem gleichen Argument kann man natürlich jegliche staatliche Ausgabe als „Loch“ bezeichnen. Etwa das „Bauernloch, das Lehrerloch, das Polizeiloch, das Unternehmerloch usw.

 

Warum die Ausgaben für die Agrarindustrie und die Wirtschaftsförderung keine Löcher sind, man darf raten.

 

Hier alle „Budgetlöcher“

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Neue Pensionsstudie der Hilfseliten der Versicherungswirtschaft

In Zusammenarbeit mit der Agenda Austria, der „Denkfabrik der Millionäre“ (Andrea Hodsochek) hat das australische Beratungsunternehmen Mercer (wieder) einmal festgestellt, dass das österreichische Pensionssystem zu wenig nachhaltig sei. Warum? Man darf raten: natürlich zu wenig private Altersvorsorge, zu wenig Kapitaldeckung. Als ob die letzten Jahre der Finanzkrise spurlos an den Autoren vorbeigegangen wären. Geschenkt, wenn die Hilfseliten der Versicherungswirtschaft ihre bezahlte Arbeit tun, soll sein. Bedauerlich ist aber, dass die sich selbst als Qualitätspresse bezeichneten Medien diesen Schwachsinn unkritisch abschreiben.

„Wie nicht anders zu erwarten hat auch die neue Fassung des MERCER Pensionsindex ergeben, dass die finanzielle Nachhaltigkeit des österreichischen Pensionssystems nicht gegeben ist. … Da Rankings beliebt sind, hier gleich das Ergebnis: 2015 liegt Österreich auf Platz 18 von 25, letztes Jahr auf Platz 17. Dieses Ergebnis wird medial inszeniert, ist aber für sich genommen nicht beunruhigend. Denn wenn man einen Blick in die Indexzusammensetzung wagt, wird man feststellen, dass er völlig ungeeignet ist, die Angemessenheit und Nachhaltigkeit eines Pensionssystems zu beurteilen.“

Die Arbeiterkammer und die GPA hat den Schwachsinn auseinandergenommen. (hier)

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