Archiv der Kategorie: Preise

Mindestsicherung und Millionäre

In Österreich bezogen im Jahr 2014 256.409 Personen  Mindestsicherung.

Österreich hat 188.000 Millionäre (Haushalte, die ein durchschnittliches Vermögen von 1.073.117 Euro oder mehr haben). Das reichste Prozent der Haushalte ( 37.700) besitzt im Durchschnitt ein Vermögen von 12.670.00 Euro, insgesamt 469 Milliarden Euro, das sind 37 Prozent des gesamten  Vermögens in Österreich.

Wieso reden dann alle über die Mindestsicherung?

Scheint eine großangelegte Strategie zu sein, den Sozialstaat mies zu machen:

Ambulanzgebühren,

Kuraufenthalte,

Pensionen

etc

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Österreich teurer als Deutschland #Österreichzuschlag

Arbeiterkammern und VKI haben seit 2008 dreißig mal die Preise in diversen deutschen und österreichischen Städten verglichen. In allen dreißig Preisvergleichen waren die Preise in Österreich höher als in Deutschland.

Untersuchung Produkte Österreichteurer

in %(brutto)

1.Salzburg-Bayern, AK-Sbg (Herbst 2008) Warenkorb 20 %
2.Salzburg-Bayern, AK-Sbg (Frühjahr 2011) Warenkorb 10,5 %
3.Wien-München, AK-Wien (April 2011) Lebensmittel 16,3 %
4.Wien-Berlin, AK-Wien (Mai 2011) Lebensmittel 18,9 %
5.Wien-Köln, AK-Wien (Sept. 2011) Drogeriewaren 33,4 %
6.VKI (Nov. 2011) Lebensmittel, Drogeriewaren 61 von 74 Prod. teurer
7.Wien-Berlin, AK-Wien, (Nov. 2011) Lebensmittel 10 %
8.Salzburg-Bayern, AK-Sbg (Herbst 2011) Warenkorb 6,2 %
9.Wien-Berlin, AK-Wien (Februar 2012) Lebensmittel 8,9 %
10.Wien-Köln, AK-Wien (April 2012) Drogeriewaren 27,5 %
11.Salzburg-Freilassing, AK-Sbg (April 2012) Körperpflege 62,55 %
12.Salzburg-Bayern, AK-Sbg (Mai 2012) Warenkorb 4,4 %
13.Wien-München, AK Wien (April 2012) Lebensmittel 10,6 %
14.Wien-Köln, AK-Wien (Juli 2012) Kfz-WerkstättenMechaniker, Spengler 26,1 %20,6 %
15.Linz-PassauAK-OÖ (August 2012) DrogeriewarenDM,Müller 60 von 7064 von 79teurer
16.Wien-BerlinAK-Wien(August 2012) Lebensmittel 17,7 %
17.Wien-KölnAK-Wien(Sept. 2012) DrogeriewarenDM,Müller DM 35,7 %Müller 31,3 %
18.Wien-BerlinAK WienFebruar 2013 Lebensmittel 16,7 %
19.Wien-KölnDrogerie-Märkte, AK-Wien,März 2013 DrogeriewarenDM,Müller DM 36,4 %Müller 25,1 %
20.Wien-MünchenLebensmittelAK WienApril 2013 Lebensmittel 14,6 %
21.Österreich-DeutschlandVKIApril 2013 Drogerie-Märkte (Bipa, DM, Rossmann) DM in Deutschland 50 % billiger; Müller 27 % billiger
22.Salzburg-Freilassing, AK-Salzburg,Mai 2013 LebensmittelReinigungs-MittelKörperpflege 20,75 %35,12 %58,59 %
23.Wien-München, AK-Wien, Oktober 2013 Drogeriewaren 51,1 %
24.Salzburg-Freilassing, AK-Salzburg, Dez.2013 Lebensmittel-und Drogeriewaren Netto 12 %
25.Wien-Berlin Februar 2014 Lebensmittel 24,6 %
26. Salzburg-Freilassing, AK-Salzburg, April 2014 Körperpflege ReinigungsmittelLebensmittel Netto62,53 %46,5 %19,54 %
27.Wien- München, AK-Wien, April  Lebensmittel 19,6 %
28. Wien-München, AK-Wien, April 2014  154 Baumarkt-produkte 2 %
29.Wien-Berlin, AK-Wien, August2014  40 Lebensmittel 23,7 %
30.Wien-München, AK-Wien, Oktober 2014 165 DrogeriewareninSuper- und Drogeriemärkten 53,2 %

 

 

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2012 teuerstes Spritjahr der Geschichte

„Das Jahr 2012 war das teuerste Spritjahr in der Geschichte“, so AK-Experte Dominik Pezenka. Im Jahresdurchschnitt kostete Diesel 1,410 Euro pro Liter, Eurosuper 1,450 Euro pro Liter. Im Vergleich zum Vorjahr (2011) ist das ein Anstieg von +6,0 Prozent (Diesel) bzw. 6,7 Prozent (Eurosuper).

2012 teuerstes Spritjahr der Geschichte – Arbeiterkammer Wien – Informationen der AK.

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Pensionen und Inflation – Zahlen, Daten, Fakten

Zahlen, Daten , Fakten

Die Anpasssung der Pensionen konnte in den letzten Jahren – im Unterschied zur Zeit der schwarz-blauen Regierung – mit der Inflationsrate Schritt halten. Aufgrund des Sparpaketes – verursacht durch die Finanzkrise und die Bankensanierung – ist die Anpasssung mit 1,8 % unter der Inflationrate, allerdings bei Mindestpensionen mit 2,8 % in der Höhe der Inflationsrate.

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Wohnen muss billiger werden! – Arbeiterkammer Wien

In elf Jahren sind die Mieten explodiert – sie sind um zwei Drittel mehr gestiegen als die allgemeine Teuerung.

Aber auch weniger Neubauten, die nicht mehr zweckgebundene Wohnbauförderung, explodierende Zinshauspreise und die für den geförderten Wohnbau dramatischen Bodenpreissteigerungen machen Wohnen teuer.

Zu dem Schluss kommen zwei Studien, die die AK beim Wifo und der TU Wien in Auftrag gegeben hat.

Wohnen muss billiger werden! – Arbeiterkammer Wien – Informationen der AK.

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Den Österreichaufschlag gibts

Inflation hausgemacht?

Preisvergleiche der AK zeigen, dass das Preisniveau in Österreich tendenziell höher ist, als in Deutschland.

Salzburg Bayern (Herbst 2008) (AK Salzburg) Warenkorb. Salzburg um 20 Prozent teurer

Salzburg Bayern (Frühjahr 2011) (AK Salzburg) Salzburg ist um 10,5 Prozent teurer

Wien München (Lebensmittel) (April 2011) (AK Wien)

Die Preise von 53 identen Lebensmittel wurden erhoben (Bruttopreise). Die Preise sind in Wien um 16,3 % höher als in München. Die hohen Preise treffen fast alle Produkte, nämlich 42 von insgesamt 53.

Wien Berlin (Lebensmittel) (Mai 2011) (AK Wien)

Die Preise von 40 Lebensmittel, (jeweils die preiswertesten Produkte) sind in Wien durchschnittlich um 18,9 Prozent höher als in Berlin. Wobei in Österreich seit Februar 2011 die Preise um 3,5 Prozent gestiegen sind, in Berlin um 5,4 % gefallen sind.

Wien Köln Drogeriewaren (September 2011) (AK Wien)

Es wurden die Preise von 301 Drogeriewaren erhoben und verglichen. Im Gesamtdurchschnitt sind die Bruttopreise (inkl. MwSt) in Wien um 33,4 % teurer als in Köln! Netto sind die Preise in Wien im Schnitt um 32,2 % teurer als in Köln. Einzelne Produkte sind in Wien um 181,8 Prozent (netto 179,5 %) teurer.

Fotoausarbeitung ist in Drogeriemärkten um 76,3 % teurer (brutto), netto um 74,9 %.

VKI (November 2011)

In einer jüngsten Erhebung (November 2011) hat der VKI die Preise von Lebensmittel, Drogeriewaren, Gastronomie, Baumärkte, Elektronik, Möbel, Sportwaren etc. in Österreich und in Deutschland verglichen.

Von den 74 untersuchten Produkten waren nur 4 Produkte in Österreich billiger, bei 9 Produkten waren die Preise gleich, bei 61 Produkten war Deutschland billiger, im Maximalfall um 73 %!

Salzburg Bayern (Herbst 2011) (AK Salzburg) Salzburg ist um 6,2 Prozent teurer

Wien Berlin Lebensmittel (November 2011) (AK Wien)

Verglichen wurde ein Warenkorb mit 40 Lebensmittel (preiswerteste Produkte in Supermärkten und bei Diskontern). Der durchschnittliche Warenkorb ist in Wien um rund 10 Prozent (netto rund 6 Prozent) teurer als in Berlin.

Wien Berlin Lebensmittel (Februar 2012) ( AK Wien)

Verglichen wurde ein Warenkorb mit 40 Lebensmittel (preiswerteste Produkte in Supermärkten und bei Diskontern). Der durchschnittliche Warenkorb ist in Wien um rund 8,9 Prozent (netto rund 5,5 Prozent) teurer als in Berlin.

Wien Köln Drogerieprodukte (April 2012) (AK Wien)

Idente Haushalts- und Pflegeprodukte kosten in Wiener Drogeriemärkten um durchschnittlich 27,5 Prozent mehr als in Köln. Wenn die unterschiedliche Mehrwertsteuer herausgerechnet wird, ist Wien netto noch immer teurer. Bis zu jeweils 100 Produkte wurden bei den Drogeriemärkten Schlecker, Müller und dm in Wien und Köln untersucht.

Salzburg Freilassing Körperpflegemittel, Lebens- und Reinigungsmittel (April 2012) AK-Salzburg

Bei Produkten der Körperpflege zeigt sich, dass Salzburg im Schnitt um 62,55 % teurer ist (51 erhobene Waren). Bemerkenswert: alle 12 Nivea-Artikel sind in Salzburg eklatant teurer: zwischen 63 Prozent und 99 Prozent. Wer die 12 Produkte in Freilassing erwirbt, zahlt Euro 25,22, in Salzburg Euro 45,99. Die 62 Lebensmittel- Markenartikel im Warenkorb sind in Salzburg um 21,5 Prozent teurer. Die 15 erhobenen Reinigungsmittel sind in Salzburg um 41,3 Prozent teurer.

Salzburg Bayern (Mai 2012) (AK Salzburg) Salzburg ist um 4,4 Prozent teurer

60 Prozent der erhobenen Produkte waren in Salzburg im Schnitt teurer als im erhobenen Grenzraum in Bayern. 40 Prozent waren in Salzburg billiger zu bekommen.

Wien München (Lebensmittel) (April 2012) (AK Wien) Bei 47 identen Markenlebensmittel ist Wien um 10,6 % teurer (netto 6,8 %).

Wien Köln (Kfz-Werkstätten) (Juli 2012) (AK Wien) Mechaniker-Stundensätze in Wien um durchschnittlich 26,1 % teurer als in Köln, Spengler um durchschnittlich 20,6%.

  • Linz Passau (Drogeriewaren)(August 2012)(AK Oberösterreich) Ergebnis: Markenprodukte mit gleicher Größe und gleichem Inhalt sind in Linz um bis zu 137 Prozent teurer als in Passau. Der Vergleich bei DM ergab, dass von 70 Angeboten 10 Produkte in Linz günstiger, jedoch 60 Artikel teurer waren als in Passau.Beim Vergleich bei Müller waren in Linz von 79 Produkten 15 Angebote günstiger, aber 64 Artikel teurer als in Passau.

     

     

 

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Managergehälter und Gerechtigkeit

Die Managergehälter in den ATX Unternehmen 2011

Eine Analyse der Arbeiterkammer von 16 von 20 ATX Unternehmen zeigt, dass im Jahr 2011 62 % der Unternehmen beträchtliche Gewinnsteigerungen verbuchen durften, die Verluste der Erste Group und der Telekom Austria wirkte sich auf das Gesamtergebnis jedoch negativ aus ( – 30 %). Allerdings stiegen in 80 % der Unternehmen die Managergehälter.

Verdiente noch 2009 ein Manager in diesen Betrieben durchschnittlich (Median) das 35-fache eines Beschäftigten , machte der Median im Jahr 2011 bereits das 48-fache des Einkommens eines Beschäftigten aus. Die durchschnittliche Vergütung pro Kopf hat 2009 930.494 Euro ausgemacht, 2011 waren es bereits 1.301.070 ! Soweit die Zahlen – angesichts einer Wirtschafskrise und Angesichts Sparappellen.

Nun wird jegliche Kritik am Entlohnungssystem von Managern mit dem Argument immunisiert, das seien eben die Marktpreise, die Manager werden leistungsgerecht entlohnt. Und Sportler und Holywoodstars verdienen übrigens noch mehr. Vergleichbar ist das allerdings nicht ( wenn auch eine gewisse Obszönität auch bei diesen Einkommen feststellbar ist). Die Entgelte der Manager werden ja nicht vom Markt (oder zumindest nur von einem sehr beschränkten, unvollkommenen) festgelegt, sondern von einer kleinen In-group von Aufsichtsräten, oft hin und her wechselnd zwischen Management und Aufsichtsrat. Zum anderen gehen soche Entwicklung logischerweise und rechnerische auf Kosten der Einkommen der Beschäftigten und der Konsumenten der jeweiligen Produkte ( also Benzinpreis, Bankgebühren etc).

Dass , insbesondere in den USA, aber auch in Europa, die exorbitanten Managegehälter die Einkommensverteilung ins Ungleichgewicht bringt, ist zunehmen warnehmbar. Und Ungleichheit gefährdet nicht nur den sozialen Zusammenhalt, sie gefährdet auch die wirtschaftliche Stabilität ( sieh auch hier).

Die AK schliesst ihrer Analyse ein Massnahmenpaket an ( Begrenzung der steuerlichen Absetzbarkeit von Vorstandsbezügen, sozial bzw beschäftigungsrelevante Kriterien für die Bemessung der Bezüge, Einzelveröffentlichungen, gegen unangemessen hohe Abfindungen, keine Stock Options in Unternehmen mit Beteiligung durch die öffentliche Hand)s

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Eingeordnet unter Gerechtigkeit, Preise, Steuern