Archiv der Kategorie: Pensionen

Preise für Güter des täglichen Bedarfs steigen stärker als VPI

Güter des täglichen Bedarfs (hauptsächlich Lebensmittel), abgebildet im Mikrowarenkorb, steigen stärker als der VPI. Gerade Pensionistinnen und Pensionisten mit einer niedrigen Pension sind vor allem auf diese Güter angewiesen und leiden daher stärker unter Preissteigerungen.

 

Vergleich Inflation: VPI und Mikrowarenkorb
 
    VPI Mikrowarenkorb
2016 August 0,6 1,6
  Sept 0,9 1,3
  Okt. 1,3 1,8
  Nov. 1,3 1,8
  Dez. 1,4 2,1
2017 Jänner 2,0 2,3
  Febr. 2,2 3,2
  März 1,9 2,7
  April 2,1 2,5
  Mei 1,9 3,2
  Juni 1,9 3,8
  Juli 2,0 2,5

 

 

täglicher bedrf

Quelle: Statistik Austria, APA

 

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Eingeordnet unter Ökonomie, Pensionen, Uncategorized, Verbraucherpolitik, Zahlen und Fakten

Niedrige Einkommen leiden am meisten unter Teuerung

 Unterschiedliche Verbrauchsausgaben: niedrige Einkommen geben fast die Hälfte für Ernährung und Wohnen/Energie aus

 

Haushalte mit niedrigem Einkommen geben für Ernährung und Wohnen anteilsmäßig mehr aus als der durchschnittliche Haushalt oder gar die einkommensstärkste Haushalte.

 

Das unterste Einkommenszehntel gibt beispielsweise für Ernährung 14.6 Prozent ihres Einkommens aus, für Wohnen und Energie 31.8 Prozent. Das oberste Zehntel gibt nur 8,3 Prozent ihres Einkommens für Ernährung und nur 23,5 % für Wohen aus.

 

dezile 1

 

 

Gerade bei diese Warengruppen ist eine stärkere Teuerung zu beobachten als bei anderen Waren.

Damit ergeben sich für Haushalte mit niedrigerem Einkommen höhere persönliche Inflationsraten als für Haushalte mit höherem Einkommen

Bezieher niedriger Einkommen haben höhere persönliche Teuerung als Bezieher höhere Einkommen

 

 

Persönliche Inflationsraten der untersten Zehntels und des obersten Zehntels der Einkommen ( Einkommensdezile)

 

VPI 1. Dezil 10.Dezil
Dezember 2012 2,8 3,2 2,6
Dez 13 1,9 2,0 1,8
Daz 14 1,0 1,3 0,9
Dez 15 1,0 1,2 0,8
Dez 16 1,4 1,7 1,3

 

Quelle: Statistik Austria

Quelle der Berechnung: Konsumerhebung 2009/2010: Monatliche Haushalsausgaben (excl. imputierte Mieten), durchschnittliche Werte

 

 

Monat für Monat hatten in den letzten fünf Jahren, also seit 2012, die Bezieher niedriger Einkommen eine persönlich höhere Inflationsrate als die Bezieher höherer Einkommen

 

 

Aus diesem Grund wäre auch eine an den VPI angeknüpfte automatische Anpassung zur Abmilderung der kalten Progression ungerecht. Höhere Einkommen würden mehr profitieren als niedrige Einkommen, wie eine Studie der Wirtschaftsuniversität Wien berechnet.

 

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https://www.wu.ac.at/fileadmin/wu/d/ri/ineq/INEQVerteilungKalteProgression.pdf

 

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Österreicher im Alter besser versorgt als Deutsche

Böckler-Stiftung: das österreichische Pensionssystem ist dem deutschen weit überlegen.

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Niemand redet von den Managerpensionen #imzentrum

Die Managerpensionen

Pensions- und Abfertigungszahlungen von einer individuellen Offenlegung in Österreich ausgenommen. Es fehlt an Transparenz.

Anhand einiger Geschäftsberichte bekommt man jedoch eine Idee um welche Dimensionen es sich handelt.

Bei Andritz wurde im Jahr 2012 eine Pensionsrückstellung von 5.261 Tsd. Euro für frühere Vorstandsmitglieder und deren Angehörige ausgewiesen. Die laufenden Aufwendungen betrugen im Jahr 2012 1.201 Tsd. Euro.

 2013/14 verfügen 85% der 20 untersuchten ATX-Unternehmen über eine Pensionsregelung. Dazu zählen: Andritz, CA Immo, Erste Bank, Flughafen Wien, Immofinanz, Lenzing, Mayr-Melnhof,OMV, Österreichische Post, RBI, RHI, Telekom Austria, Uniqa, Verbund, Vienna Insurance Group, Voestalpine

Quelle: Arbeiterkammer und Arbeiterkammer

Da redet aber dann niemand von Reformstau

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Pensionen: die herbeigeschriebenen Katastrophen #imzentrum

Unlängst in der Presse

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Der Alarmismus um die Finanzierung der Pensionen ist nicht neu

Schon einige Jahre nach Beschluss des ASVG, im Jahr 1959 äußerten sich die ersten „Warner“: „Sozialstaat in der Sackgasse. Wer zahlt morgen die Renten?“

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Das könnte ein Beitrag zur aktuellen Generationendebatte sein. Ist es aber nicht. Der Satz stand in der Österreichischen Zeitung „Österreichische Neue Tageszeitung“ und zwar vor 54 Jahren, am 29. 3.1959! (laut Wikipedia war die “Österreichische Neue Tageszeitung” das Zentralorgan der ÖVP unter Bundeskanzler Julius Raab). Die Bedenken und die Polemiken sind also nicht neu. Und das Pensionssystem funktioniert immer noch.

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Pensionskürzungen treffen die junge Generation #imzentrum

Von Angelika Gruber und Josef Thoman in der Wiener Zeitung

„Die Pensionsreformdebatte wird derzeit vorgeblich im Namen der „Jungen“ geführt. Das System muss demnach reformiert werden um die Pensionen der Zukunft zu sichern. Doch die skizzierte Kostenexplosion gibt es nicht. Die vermeintlichen Gewinner einer Reform wären die großen Verlierer.“

Quelle: Not in our Name! Pensionskürzungen treffen die junge Generation – Wiener Zeitung Online

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„Statt einer „Jung-gegen-alt“-Diskussion brauchen wir Maßnahmen, die mehr Menschen zu guten Löhnen in Beschäftigung bringen #imzentrum

Julia Freidl und Klaus Baumgartner im Standard:

„Statt einer „Jung-gegen-alt“-Diskussion brauchen wir Maßnahmen, die mehr Menschen zu guten Löhnen in Beschäftigung bringen

Die aktuell größte Baustelle unseres Pensionssystems beginnt viel früher als der Pensionsantritt: Nämlich im Erwerbsleben und den Zugängen zum Arbeitsmarkt. Für die Finanzierung der Pensionen ist entscheidend, wie viele Erwerbstätige ins System einzahlen können und wie viele ältere Menschen anspruchsberechtigt sind. Es wäre zu einfach gedacht, dass das Pensionsantrittsalter bei einer steigenden Altenquote genauso erhöht werden muss.

Relevant ist, wie viele der potentiellen Beitragszahlerinnen und Beitragszahler auch wirklich beschäftigt sind. In einer Zeit der steigenden Arbeitslosigkeit und großen Lücken in der Erwerbsbiografie sollten sich Finanz- und Wirtschaftsminister eher darum sorgen machen, als neidisch auf ihre Enkel zu blicken, weil diese statistisch gesehen länger leben werden. Wir müssen mehr Menschen zu guten Löhnen in Beschäftigung bringen. Das ist nur gerecht, denn die Produktivität ist seit 2000 um 18 Prozentpunkte gestiegen, die Löhne aber nur halb so stark. Zu Sicherung des Pensionssystems stellt sich also auch die soziale Frage: Wie ist der Wohlstand einer Gesellschaft verteilt?“

Quelle: Pensionistinnen und Pensionisten sind leistbar – Userkommentare – derStandard.at › User

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