Archiv der Kategorie: Medien

Austrofaschismus und Medien

Damit sich niemand wundert, was alles möglich ist.

Dollfuß 1933

„Das Radio muss der Regierung restlos zur Verfügung stehen“

MRP 854, 10.3. 1933, 424

Schuschnigg:

„Mit der Ausschaltung des Parteiwesens darf und muss auch der Rundfunk vom Staat zu seinen Zwecken herangezogen werden“.

MRP 854, 424, Anm. III

Schuschnigg 1933:

Verordnung: Maßnahmen zur Hintanhaltung der mit einer Störung der öffentlichen Ruhe, Ordnung und Sicherheit verbundenen Schädigung des wirtschaftlichen Lebens.

Nach Schuschnigg handelt es sich dabei um

„eine Art Vorzensur, die aber nach außen hin als solche nicht ein Erscheinung treten dürfe, weil verfassungsmäßig jede Zensur ausgeschlossen sei“

MRP 851, 7.3. 1933, 397

 

Alle Zitate aus: Emmerich Talos, Das Austrofaschistische Herrschaftssystem

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Sternstunden des ORF: Steger entzieht Redakteur das Mikrophon

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Jahresrückblick 2017: Beste Twitter Konversation, zwei Titanen des Journalismus

 

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Politischer Journalismus und Balkon-Muppets

Die teilweise höchst problematische Rolle der Medien anlässlich der letzten Nationalratswahlen legt eine Diskussion über die Aufgabe des Journalismus nahe. Bisher hört man allerdings wenig davon.

Für Deutschland hat Wolfgang Michael einen guten Anstoß geliefert. Das meiste davon ist auf Österreich übertragbar.

Er meint:

„Ist es die Aufgabe politischer Journalisten, ständig zu erklären, was jetzt zu tun ist? Müssen sie täglich hinausposaunen, was „wir“ jetzt am dringendsten brauchen? Wie Merkel die Krise noch meistern kann? Wie Jamaika zum Erfolg wird? Der politische Journalismus bietet heute ein solches Übermaß an Politikberatung, dass man bisweilen den Eindruck hat, die Redaktionen fungierten als Planungs- und Krisenstäbe des Kanzleramts und der Parteien.“

„Politik und Medien sind heute aber derart ineinander verwoben, dass sie fast schon eine gemeinsame (und gemeinsam verhasste!) politisch-mediale Klasse bilden, mit ähnlichen Interessen, ähnlichen Lebensstilen, ähnlichen Einkommensverhältnissen. Es fehlt den politischen Journalisten der Abstand zur anderen Seite. Das führt bedauerlicherweise dazu, dass die politische Analyse verflacht, die kritische Politikbeobachtung durch affirmatives Mitläufertum ersetzt wird und die Politikberichterstattung zum bloßen Werbemittel verkommt – wie die Homestory, das Politikerporträt und das autorisierte Interview.“

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Rechnungshof: Weiter daneben kann man nicht liegen

Stimmen Sie mir nicht zu früh zu

Die Diskussionen um die neue Rechnungshof-Präsidentschaft wurde, sagen viele, zur Farce und meinen damit die Regierung.

 

Betroffen fühlen sollte sich aber, so meine ich, das gesamten politisches System, vor allem auch die Medien (alt und neu), die Zivilgesellschaft, (Zivilgesellschaft= moralisch leicht erregbarer bildungsnaher Mittelstand ( Rudolf Burger)) , und auch Teile der moralisierenden Linken

 

Beginnen wir chronologisch:

  1. Die VP wirft Griss in die Diskussion, aus einleuchtenden Gründen: sie will verhindern, dass Griss eine eigene Bewegung (der Begriff Partei kommt ihr nicht über die Lippen, pfui) initiiert und der ÖVP Stimmen und politisches Kapital kostet.
  2. Kern würde dem nähertreten wollen. Die Chance, die ÖVP mittelfristig zu schwächen wird dabei geringer bewertet als die Bestellung des RH-Präsidenten ohne gröberen Wellengang über die Bühne zu bringen.
  3. Griss tritt nicht an
  4. Lopatka nominiert FP-Berger und VP-Kraker und brüskiert die SP
  5. Die SP nominiert eine parteiunabhängige Kandidatin und SP-Steger.
  6. Steger findet keine Mehrheit
  7. Die SP könnte sich auf Steger versteifen mit der Folge einer schwarz -blauen Mehrheit für FP Berger
  8. Die SP will das verhindern und wählt die VP- Kandidatin als zweitbeste Lösung, wie sie sagt. Andere Alternative: wie erwähnt auf Steger bestehen, verlieren und Neuwahlen. Sehr unpopulär. Untergang fix.
  9. Die Oppositionsparteien (nicht alle z.B. Pilz hat da einen besseren Durchblick), die aufgeregte Mittelschicht, die Medien ( nicht alle, Georg Renner hat klaren Blick bewiesen) sind empört und prügelt Kern. Allen voran die Kronenzeitung, die um die Boulevardförderung bangt.
  10. Auf die Frage, was es für einen andere Alternative als SchwarzBlauBerger gegeben hätte bleibt die Antwort schuldig. Viele beherrschen das Zählen von möglichen Stimmen im Parlament nicht.
  11. Solange die ÖVP immer noch die FP als Druckmittel hat, ist die SPÖ erpressbar. Irgendeinmal wird ihr die Geduld reißen und sie wird in die Opposition gehen (müssen). Oder die FPÖ gibt das Geschmuse mit dem rechtsextremen Rand auf und schwenkt vom unternehmensnahen Kurs (den sie fährt, auch wenn sie anders redet) ab.
  12. Gottseidank beginnt die EM

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„Einen Betriebsrat abzulehnen ist eine Denkweise, die in ein anderes Jahrhundert gehört.“ #Mateschitz

Der Geschäftsführer für den Bereich Medien der  Rundfunk und Telekom Regulierungs-GembH   Alfred Grinschgl:

„Wie das gesetzlich verbriefte Recht einer Belegschaft auf Gründung eines Betriebsrates die „Unabhängigkeit, Eigenständigkeit und Unbeeinflussbarkeit insbesondere durch politische Parteien, egal welcher Richtung“, so Mateschitz, bei Servus TV beeinflussen soll, scheint fragwürdig. Wenn ein Betriebsrat das bedeuten würde, was Mateschitz behauptet, dann müssen der ORF, RTL und viele andere auch sofort zusperren, denn dort sind Betriebsräte seit Ewigkeiten eine Selbstverständlichkeit. Und sicher auch unbequem. Aber einen Betriebsrat abzulehnen ist eine Denkweise, die in ein anderes Jahrhundert gehört. Ein Medienunternehmen zu führen, hat zudem noch eine weitreichendere, gesellschaftspolitische Bedeutung und Verantwortung, als die Produktion von Getränken.“

 

 

 

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30 Best Star Wars Moments

Das war schon überfällig. Die Zeitschrift „Rolling Stone“ bietet einen Überblick über die besten Momente aus Star Wars. Für mich ist die Nummer 20 Favorit.

Into the Arena Attack of the Clones – 30 Best Star Wars Moments | Rolling Stone.

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