Wie Rechtsradikalismus entsteht. Adorno vor 50 Jahren

Der VSSTÖ, der Verband sozialistischer Studenten Österreichs, die Studentenorganisation der SPÖ  hat im Jahr 1967, also vor 52 Jahren, Theodor W. Adorno zu einem Vortrag eingeladen. Adorno hat, angesichts der aufkommenden NDP in Deutschland, in diesem Vortrag über über das Aufkommen des Rechtsradikalismus und über dessen Ursachen gesprochen. Vom Vortrag gibt es eine Tonbandaufzeichnung. Der Suhrkamp-Verlag hat den Vortrag nun als Buch herausgegeben.

Die damaligen Thesen von Adorno sind immer noch relevant:

Breite Schichten der Bevölkerung haben das Gefühl, dass für sie die Deklassierung droht. Als Grund gibt Adorno die herrschenden Konzentrationstendenzen des Kapitals an. Heute spricht man von Globalisierung. Rechtsextremismus entsteht aus Angst, auch wenn sie vielleicht irrational ist. Nicht nur die tatsächliche Arbeitslosigkeit, vor allem die potentielle Arbeitslosigkeit begründen Angst.

Adorno nenn auch „sich verschärfende Gegensätze von Provinz gegen die Stadt„. Gilt wohl auch für Österreich 2019, wenn man sich die Wahlergebnisse  anschaut.

Den Dialog mit den Rechten sieht er skeptisch: „autoritätsgebundene Charaktere sind unansprechbar“.

Und er meint, dass man die Kommunikation der Rechten präziser als „Propaganda“ bezeichnen sollt.

 

Hier der Tonbandmitschnitt seiner Vortrages:

 

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