Der Rechenfehler der Schuldenbremser

Unter diese Titel hat im Jahr 2011 der renommierte österreichische Mathematiker Walter Schachermayer den Unsinn einer Schuldenbremse dargelegt.

„Wer Schuldenbremse sagt, muss auch Vermögensbremse sagen.“

Der Artikel hat nichts an Aktualität eingebüßt.

Hier die wichtigsten Argumente:

Die Summe der Schulden ist stets ident mit der Summe der Guthaben. Darauf weisen Ökonomen zwar immer wieder hin, doch wird ihnen offenbar wenig Gehör geschenkt. Dabei muss man über keine ausgeprägten mathematischen Fähigkeiten verfügen, um zu sehen, dass jedem Euro Schulden irgendwo ein Euro Guthaben gegenüberstehen muss.“

„Wie man es auch dreht und wendet: Die Summe der Schulden ist insgesamt zu hoch und muss reduziert werden. Mit anderen Worten: Die Summe der Guthaben ist insgesamt zu hoch und muss reduziert werden. Bedauerlicherweise wird aber in der laufenden Debatte fast ständig nur der erste Satz wiederholt und akklamiert, obwohl beide Aussagen nach den Gesetzen der Logik (siehe oben) ident sind.“

„Wobei die Handlungsoptionen klar auf dem auf dem Tisch liegen: Entwertung der Forderungen durch Inflation, Reduktion der Schulden durch „hair cuts“ oder Reduktion der Vermögen durch Besteuerung.“

„Der geordnetste und noch am ehesten mit Maß und Ziel beschreitbare Weg scheint eine kräftige Vermögensbesteuerung, mit dem Ziel, die Summe der Finanz-Vermögen zu verringern.“

(Hervorhebungen von mir)

 

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