Digitalisierung: Die Umverteilung ist das Problem

Die Digitalisierung nimmt uns Arbeitsplätze weg. So oder ähnlich lesen wir es seit einiger Zeit, untermauert von Studien. Andere Studie zeigen jedoch ein anderes Bild. Tatsächlich muss die Digitalisierung  (gesamtwirtschaftlich gesehen) nicht zwangsläufig zu Verlusten von Arbeitsplätzen  führen. Es gibt genug Arbeit bei Dienstleistungen, Pflege etc. Was aber die Folgen der Digitalisierung sein werden: es sind nicht alle Menschen davon gleich betroffen. Stefan Sell hat diese Entwicklung beschrieben.

Er zitiert Stephan Kaufmann: »Die Automatisierung verändert die Verteilung von Einkommen. Und zwar erstens die zwischen den Arbeitskräften – qualifizierte Beschäftigte verdienen mehr, gering qualifizierte weniger. Zweitens zwischen Arbeit und Kapital – die Lohneinkommen schrumpfen relativ zu den Unternehmereinkommen. Drittens regional – erfolgreich digitalisierten Zentren stehen abgehängte Regionen gegenüber.«

Die Schlussfolgerungen von Stefan Sell:

„Eine der entscheidenden Fragen der vor uns liegenden Jahre wird also lauten: Wie kann man die wachsenden Wertschöpfungsbereiche unserer Volkswirtschaften (wieder) beteiligen an der Finanzierung sozialstaatlicher Aufgaben? Dabei nur auf die sozialversicherungspflichtigen Lohneinkommen zu vertrauen, wird in der Zukunft immer weniger funktionieren.“

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