Warum Wahlen schädlich sind. Brexit, Versailles und Merkel die Zockerin

Der Satz ist nicht so ernst gemeint. Eigentlich: warum es keine Staatsmänner mehr gibt, sondern offenbar nur mehr politische Hasardeure, Innenpolitik schlägt Außenpolitik

 

Cameron und Johnson 2016

Brexit hat es gezeigt. Ein Luftikus von Premierminister, der denkt, mit einer, wie er geglaubt hat, gewonnenen Volksabstimmung über Brexit kann er sein politisches Überleben bei den nächsten Wahlen absichern. Ein noch größerer Luftikus, der glaubt, mit einem Austritt UK aus der EU wird er Premierminister. Das sind Beispiele, dass es offenbar keine Staatsmänner mehr gibt, sondern nur mehr politischen Spekulanten.

 

Das ist allerdings nicht neu.

 

Lloyd George 1918

1918 war es die Unterhauswahl, die den britischen Premierminister Lloyd George, in den selbstprovozierten Strudel eines Populismus gegen Deutschland hinein zog.

 

In Versailles wurden das Nachkriegseuropa neu geregelt  und es ging um die Reparationszahlungen, die Deutschland zu zahlen hat. Die USA, England und Frankreich, die Sieger des ersten Weltkriegs forderten von Deutschland und Österreich Reparationszahlungen, also Entschädigungen, für die Schäden des Krieges. Ein üblicher Vorgang nach Kriegen, dass die Sieger vom Besiegten was verlangen. Die Siegermächte und vor allem Großbritannien hatten aber maßlos übertrieben und verlangten von Deutschland Zahlungen, die , so die Meinung von Keynes (er war in der Delegation des britischen Schatzamtes ), von Deutschland und Österreich nicht zu schaffen sind. Keynes zog die persönlichen Konsequenzen und verließ die Verhandlungen.

 

Merkel 2010

2010 war es die Regionalwahl in Nordrhein-Westfalen, die Bundeskanzlerin Merkel zu gewinnen glaubte, wenn sie als „eiserne Lady“ auftritt und der Stimmung gegen eine rasche (und damit effektive ) Hilfe für Griechenland  widersetzt. Europa hat, unter der Führung Deutschlands die Situation durch eine zögerliche, kurzsichtige Politik vermasselt. Die Kanzlerin hat sich verzockt.

 

„ Vielleicht ist es eine geschichtliche Wahrheit, dass keine Gesellschaftsklasse jemals anders als durch eigen Hand umkommt.“ meint Keynes.

 

 

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Eingeordnet unter Ökonomie, Geschichte, Gesellschaft, Internationale Politik

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