Monatsarchiv: Oktober 2015

Grasser gibt Schelling Tipps

Im letzten Profil fragte der Finanzminister:

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Ganz einfach: Steuern erhöhen. 2001, als Finanzminister Grasser sein Nulldefizit präsentierte war die Abgabenquote am höchsten, nämlich 43,9 %. Ein Nulldefizit mit höheren Stern zu finanzieren geht natürlich auch.

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Eingeordnet unter Ökonomie, Geschichte, Steuern, Zahlen und Fakten

Neue Pensionsstudie der Hilfseliten der Versicherungswirtschaft

In Zusammenarbeit mit der Agenda Austria, der „Denkfabrik der Millionäre“ (Andrea Hodsochek) hat das australische Beratungsunternehmen Mercer (wieder) einmal festgestellt, dass das österreichische Pensionssystem zu wenig nachhaltig sei. Warum? Man darf raten: natürlich zu wenig private Altersvorsorge, zu wenig Kapitaldeckung. Als ob die letzten Jahre der Finanzkrise spurlos an den Autoren vorbeigegangen wären. Geschenkt, wenn die Hilfseliten der Versicherungswirtschaft ihre bezahlte Arbeit tun, soll sein. Bedauerlich ist aber, dass die sich selbst als Qualitätspresse bezeichneten Medien diesen Schwachsinn unkritisch abschreiben.

„Wie nicht anders zu erwarten hat auch die neue Fassung des MERCER Pensionsindex ergeben, dass die finanzielle Nachhaltigkeit des österreichischen Pensionssystems nicht gegeben ist. … Da Rankings beliebt sind, hier gleich das Ergebnis: 2015 liegt Österreich auf Platz 18 von 25, letztes Jahr auf Platz 17. Dieses Ergebnis wird medial inszeniert, ist aber für sich genommen nicht beunruhigend. Denn wenn man einen Blick in die Indexzusammensetzung wagt, wird man feststellen, dass er völlig ungeeignet ist, die Angemessenheit und Nachhaltigkeit eines Pensionssystems zu beurteilen.“

Die Arbeiterkammer und die GPA hat den Schwachsinn auseinandergenommen. (hier)

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Eingeordnet unter Ökonomie, Gerechtigkeit, Pensionen, Verbraucherpolitik, Verteilung

VW-SKANDAL: DIE MACHT DER KONZERNE BEIM LOBBYING AUF EU-EBENE

„Der im September ans Licht gekommene VW-Skandal um die Manipulation von Abgaswerte-Messungen macht einmal mehr die Dominanz des Lobbyings großer Konzerne in Brüssel ersichtlich. Anhand dieses Anlassfalls lässt sich klar aufzeigen, warum die bisher von der EU gesetzten Maßnahmen, Lobbying zu kontrollieren, zu kurz greifen bzw. verfehlt sind.“

Alice Wagner von der Arbeiterkammer Wien dazu.

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Eingeordnet unter Ökonomie

Neue Studie zu CETA und TTIP: Der stille Angriff auf öffentliche Dienstleistungen

„Die öffentlichen Dienstleistungen in der Europäischen Union (EU) werden durch internationale Handels- und Investitionsschutzabkommen bedroht, die die demokratische Regulierungshoheit von Staaten und Kommunen über Dienstleistungen der Daseinsvorsorge wie Wasser, Gesundheit und Energie im Interesse privater Gewinne gefährden. Das von der EU mit Kanada fertig verhandelte CETA-Abkommen, dessen Ratifizierung für 2016 in Aussicht gestellt worden ist, und das mit den Vereinigten Staaten verhandelte TTIP-Abkommen sind der vorläufige Höhepunkt dieser Entwicklungen. Im schlimmsten Fall könnte dadurch eine Kommerzialisierung der öffentlichen Dienstleistungen festgeschrieben werden, die irreparable Schäden in der Daseinsvorsorge und für das Gemeinwohl anrichten könnte.“

 

Zusammenfassung der Studie

Langfassung der Studie

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Eingeordnet unter Ökonomie, Politik, Privatisierung

Dinge, die die Welt verändert haben

Die Taschenuhr von Karl Marx

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Das Taschenmesser von Friedrich Engels

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Fotos: Harald Glatz

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