Monatsarchiv: Mai 2015

Die Schokolüge

„FAKE Schokolade hilft bei Diäten, so das Ergebnis einer Studie. Cool, dachten sich Boulevardblätter, das drucken wir. Doof, dass die Studie nur ein Schwindel war“

„Die Fingerfertigkeit von geschickt agierenden PR-Schaffenden trifft auf einen krisengebeutelten Journalismus und der verliert so immer mehr an Souveränität und Glaubwürdigkeit. Redaktionsetats werden gekürzt, Lokalzeitungen müssen immer mehr Seiten mit immer weniger Journalisten füllen, haben wenig Zeit für Recherche und ausführliche Gegenkontrollen von Informationen.“

Ein Bericht in der taz.de.

Hier eine Beschreibung der Inszenierung

„I am Johannes Bohannon, Ph.D. Well, actually my name is John, and I’m a journalist. I do have a Ph.D., but it’s in the molecular biology of bacteria, not humans. The Institute of Diet and Health? That’s nothing more than a website.“

 

Auch die APA

Siehe auch die Berichterstattung über das „abgesandelte“ Österreich bzw Deutschland bzw Schweiz.

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Eingeordnet unter Unsinn

Friday Music: Algiers

Algiers: Blood

 „Die amerikanische Band Algiers kann denken und die passende Musik dazu machen. Ihre Kritik an Rassismus und Kapitalismus klingt außerdem noch wirklich aufregend“.
Daniel Gerhardt in der Zeit.

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Eingeordnet unter Musik

Troika: bei den griechischen Militärausgaben wird nicht gespart

Im Verhältnis zur Einwohnerzahl ist Griechenland das am höchsten gerüstete Land in Europa

– In Griechenland gibt es 130.000 Soldaten, in Deutschland 179.000

– Gemessen am BIP gibt Griechenland doppelt so viel wie jedes andere EU-Land für Rüstung aus.

– Zwischen 3,5 Prozent (2003) und 2,4 Prozent ( 2013) gehen auf Rüstungsausgaben. Nur UK und USA gaben mehr Geld für Rüstung aus.

Die Troika schweigt dazu, Einsparungen bei Militärausgaben kommt nicht vor. Aber auch die Syriza ist hier nicht besonders aktiv, wie es scheint.

Bei der Troika ist es klar: 31 Prozent der Rüstungsimporte kommen aus Deutschland, Deutschland exportiert wieder um 15 Prozent seiner Rüstungsproduktion nach Griechenland. Da will man halt dann weniger sparen, lieber bei den Pensionen der Griechen.

Wolfgang Koschnick beschreibt die Situation in „Telopolis“.

Die Troika, aber auch Syriza sparen nicht bei den griechischen Militärausgaben | Telepolis.

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Eingeordnet unter Ökonomie, Internationale Politik

Jetzt ist es amtlich: Deutschland und Schweiz abgesandelt

Über die abgesandelten Eliten

Das war ja eine kräftige Aufruhr. Von den Qualitätszeitungen ( Selbstdefinition), wenig kompetenten Politikern, der Lumpenburgeoisie  bis zu den akademischen Wutbürgern auf Twitter, sie alle haben sich am Unsinn der „Versandelung“ Österreichs abgearbeitet.

Aber nicht nur Österreich ist abgesandelt, auch die Schweiz und Deutschland! Das wurde übersehen. Und das vielgeschmähte Italien ist  Aufsteiger. Aber wollen wir das nicht zu ernst nehmen.

Norbert Häring hat den versammelten Unsinn auseinandergenommen. Häring schreibt für das deutsche „Handelsblatt“, gewiss kein Hort des Linksradikalismus.

„In der Presseerklärung des Business School IMD zu ihrem unsäglichen World Competitiveness Jahrbuch sucht man den Hinweis vergebens. Versteckt in den Begleittexten im Internet erfährt man, wenn man danach sucht, dass die Definition von Wettbewerbsfähigkeit geändert wurde. Sie ist jetzt ebenso ehrlich wie entlarvend, auch was die Agenda der Euro-Politker angeht. Nun ist es also wieder quasi-amtlich. Die Schweiz und Deutschland haben an Wettbewerbsfähigkeit verloren. Da muss man wohl wieder die Löhne kürzen und die Steuern senken. Allerdings hat das, was die Lausanner Managerschmiede IMD da für 700 Franken aufwärts verkauft, der Kritik nicht standgehalten. Das kann man der ebenso gut versteckten, wie verschwurbelten Erläuterung eines Definitionswechsels entnehmen.“

„Es geht also nur um den Gewinn der Unternehmen“

Was das IMD-Wettbewerbsfähigkeitsranking über die Agenda der Euro-Eliten verrät – norberthaering.de.

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Abgesandelte Rankings: Lobbyismus im Nadelstreif

Mehr Willkür als Seriosität

„Jedes Jahr machen Wettbewerbs-Rankings Schlagzeilen und lösen politische Debatten um die Sicherung des Standortes aus. Der seriöse Nadelstreif der Organisationen, die Rankings durchführen, gemeinsam mit dem sportlichen Gewand der Länderlisten täuschen allzu leicht darüber hinweg, dass sie mehr von Willkür als von wissenschaftlicher Seriosität geprägt sind“ .

Miriam Rehm hat die methodische Fragwürdigkeit der meisten Wirtschaftsrankings untersucht.

„Die Rankings bestehen zu einem Gutteil (WEF 60%, IMD ein Drittel) aus Befragungen von ManagerInnen, die mit höchst undurchsichtigen Methoden durchgeführt werden. Zudem werden die ManagerInnen nur zu ihrem eigenen Land befragt. Die Bewertungen des Staatsapparates in Ruanda sind nicht direkt mit den Antworten auf die gleiche Frage von österreichischen ManagerInnen vergleichbar. Die erfragten Werte dürften daher nicht für Ländervergleiche verwendet werden.“

 

Josef Zuckerstätter: Casting-Ökonomie

„Dass Industrie- und Bankmanager ihre Interessen vertreten, gehört zu ihrem Job. Die Argumente aber, die sie zur Untermauerung ihrer Position heranziehen, sind, vorsichtig formuliert, diskussionswürdig. Denn damit begeben sich wesentliche Interessenvertreter der Österreichischen Industrie auf das Niveau der Ranglisten- und Casting-Ökonomie.“

Robert Stöger dazu: taktisch motiviert

„Man muss außerdem kein Anhänger von Verschwörungstheorien sein, um es für möglich zu halten, dass die Stellungnahmen einer derart kleinen Zahl an von der IV ausgewählter Befragten eher abgesprochen und taktisch motiviert als um ein objektives Bild der Lage bemüht sein könnten.“

 

 

 

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Palmyra im Mai

Palmyra, Syrien,  im Mai 2008

palmyra snapseed

Foto: Harald Glatz

 

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Die Parteien der Milliardäre: Parteispenden

Laut aktueller Trend-Reichenliste für Österreich 2015 befindet sich Frank Stronach auf Platz 9 und Hans Peter Haselsteiner auf Platz 28.

Hier die Spendenliste an das Team Stronach und an die NEOS:

 

Gemäß § 6 Abs. 5 Bundesgesetz über die Finanzierung politischer Parteien (Parteiengesetz 2012 – PartG) hat der Rechnungshof Spenden, die im Einzelfall die Höhe von 50.000 Euro übersteigen, zu veröffentlichen. ( Stand 19.5. 2015)

2015

 

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2014

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Eingeordnet unter Gerechtigkeit, Politik, Zahlen und Fakten