Der Staat frisst uns alle – oder doch nicht?

Abgabenquote seit dreissig Jahren gleich.

Immer wieder ertönt das Klagelied (zuletzt Ortner in der Wiener Zeitung), dass der Staat uns alle auffrisst, die Steuern immer höher werden, der Staat die private Initiative erwürgt.

Schaut man sich die Zahlen an ( Zahlen der Wirtschaftskammer), so sieht die Sache etwas weniger dramatisch aus. Richtig: von den fünfziger bis  Mitte der achtziger Jahre ist die Abgabenquote  (Steuern und Sozialversicherungsbeiträge in Prozent zum BIP) um 10 Prozentpunkte gestiegen.Seitdem stagniert sie auf einem Niveau von etwas über vierzig Prozent. Seit über dreissig Jahren ist die Abgabenquote also stabil. Bemerkenswert ist ein kleiner Ausreisseer. 2001, als Finanzminister Grasser sein Nulldefizit präsentierte war die Abgabenquote am höchsten, nämlich 43,9 %. Ein Nulldefizit mit höheren Stern zu finanzieren geht natürlich auch.

 

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Krise hat Abgabenquote erhöht

Die Abgabenquote ist sogar von 2001 bis 2007 gesunken, auf 40,7 Prozent. Erst durch die Finanzkrise ist sie wieder gestiegen und ist heute auf Stand 1996.

 

Abgabenquoten (in % des BIP) 1996 bis 2013

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Eingeordnet unter Ökonomie, Steuern, Zahlen und Fakten

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