„Das Kapital“ ist wieder da

127 Jahre, nachdem Karl Marx das „Kapital“ geschrieben hat macht wieder ein Buch Furore. „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ vom französischen Ökonomen Thomas Piketty. Das Buch von Piketty sprengt zur Zeit , für ein wissenschaftliches Werk,  was die Öffentlichkeit betrifft alle Dimensionen.

Am 4. Juli ist er auf Einladung der Arbeiterkammer in Wien (siehe Banner rechts).

Seine Hauptaussage:

– Die Kapitalakkumulation ist schneller als die Zuwächse des Arbeitseinkommens.

– Die Kapitalrendite ist höher als das Wachstum der Wirtschaft und des Arbeitseinkommens.

– Die Verteilung des Reichtums hat sich in den letzten Jahrzehnten (wieder) stark zugunsten der Reichen verändert.

– Ungleichheit birgt politische und ökonomische Gefahren in sich.

– Lösungsvorschlag: progressive Steuern, im besonderen progressive Steuern auf Vermögen (capital).

Bildschirmfoto 2014-06-05 um 08.13.20

Nach einer gewissen Schockphase hat sich die Kritik formiert. Die Financial Times war die erste, die in der Öffentlichkeit Piketty krisitiert hat.  Hier die Antwort Picettys auf die Financial Times.

Aber auch der „einzige Linke unter den deutschen Wirtschaftsweisen“ ( Der Spiegel) Peter Bofinger kritisiert die Theorie, also die Erklärung, aber nicht das beobachtbare Ergebnis: die Ungleichheit.

„Piketty hat insofern recht, als unser Wohlstand zunehmend ungleich verteilt wird. Das ist in der Tat ein Problem für die Legitimation einer marktwirtschaftlichen Ordnung“ „Das grösste Problem ist die wachsende Ungleichheit bei der Einkommensverteilung“ (Interview im Spiegel 23/2014).

Bofingers  politische Schlussfolgerung ist nicht die Vermögenssteuer, sondern die Erbschaftssteuer.

Auf die Fehler von Bofinger weist Linder in der Zeit hin.

Der US-Prognosestar Nate Silver sieht pros und cons: „Be Skeptical of Both Piketty And His Sceptics“.

Verteidigt hat Piketty der Starökonom und Nobelpreisträger Robert Solow : „Thomas Piketty Is Right“

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Eingeordnet unter Ökonomie, Gerechtigkeit, Geschichte, Steuern, Verteilung

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