Die Irrtümer der Spardebatte

Robert Skidelsky, der grosse britische Wirtschaftshistoriker und Keynes-Biograph setzt sich mit den Irrtümern der aktuellen europäischen Wirtschaftspolitik auseinander.

„In der Zeit seit 2008 wurden, vor allem von Spitzenpolitikern, massenhaft ökonomische Trugschlüsse wiedergekäut. Im Folgenden meine vier Favoriten.

 Die schwäbische Hausfrau.

„Man hätte einfach nur die schwäbische Hausfrau fragen sollen” sagte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers im Jahr 2008. „Sie hätte uns eine Lebensweisheit gesagt: Man kann nicht auf Dauer über seine Verhältnisse leben.”Diese vernünftig klingende Logik untermauert derzeit die Sparpolitik. Übersehen werden dabei die Auswirkungen der Sparsamkeit der Hausfrau auf die Gesamtnachfrage. Wenn alle Haushalte ihre Ausgaben verringern, würde der Gesamtverbrauch sinken und damit auch die Nachfrage nach Arbeitskräften. Verliert der Ehemann der Hausfrau seine Arbeit, ginge es dem Haushalt schlechter als vorher.“

Der Staat kann kein Geld ausgeben, das er nicht hat.

Staatsschulden sind aufgeschobene Besteuerung.

Die Staatsschulden sind eine Belastung zukünftiger Generationen.

Bitte dringend an die Koalitionsverhandler weiterleiten!

Robert Skidelsky explains why post-2008 economic policy has so often missed the mark. – Project Syndicate.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Ökonomie, Gerechtigkeit, Gesellschaft, Politik

Eine Antwort zu “Die Irrtümer der Spardebatte

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