Man tut so, als könnten wir ohne Schulden leben

Heiner Flassbeck über die Zusammenhänge von Schulden und ersparnisse:

Man tut so als könnten wir ohne Schulden leben. Aber: was Passiert mit den Ersparnissen?

 „Was machen Sie mit ihrem schönen Geld, wenn es keine Schuldner mehr gibt?“

„Versuchen alle Sektoren (private und öffentliche Haushalte und die Unternehmen) zu sparen, wie es derzeit in Deutschland der Fall ist, kommt logischerweise nur noch das Ausland als Schuldner in Frage. Versucht auch das Ausland zu sparen, weil es zuvor über seine Verhältnisse gelebt hat und von der Troika zum Sparen verdonnert wird, bricht auch die deutsche Wirtschaft zusammen. Niemand kann sparen, wenn es keine Schuldner gibt.

Wer diesen absolut zwingenden logischen Zusammenhang, der auf nichts weiter als makroökonomischer Buchhaltung beruht, ignoriert oder nicht kennt, sollte nicht Verantwortung für Wirtschaftspolitik übernehmen. Die Frage ist immer nur, wer spart und wer sich verschuldet, nicht, ob man sich überhaupt verschuldet, wenn einige Sektoren immer sparen. Würde man die Unternehmen dazu bekommen, sich wie früher zu Zeiten des Wirtschaftswunders zu verschulden und zu investieren, können der Staat und das Ausland weitgehend ohne Schulden auskommen. Den Staaten Sparversuche zu verordnen, wenn alle anderen Sektoren auch zu Sparen versuchen, ist verrückt.“ 

Flassbeck ab Minute 1.07

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Eingeordnet unter Ökonomie, Banken

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