Mythen über die Vermögenssteuer (3): Kein Steueraufkommen

Einige Mythen über die Vermögenenssteuern (3)

Das Thema Vermögenssteuer spielt wieder eine Rolle. Dass in Österreich Arbeit, auch im internationalen Vergleich, zu hoch besteuert ist, hat sich schon  rumgesprochen. Über eine Vermögenssteuer sind jedoch  die vielfältigsten  Mythen im Umlauf. Hier ein Beitrag zur Aufklärung.

Mythos: Kein Steueraufkommen

Die vermögensbezogenen Steuern bringen in Österreich nur deshalb wenig, weil es kaum welche gibt: Österreich ist international unter den Schlusslichtern bei der Vermögensbesteuerung. Im Durchschnitt erwirtschafteten OECDLänder durch vermögensbezogene Steuern 2010 mehr als das 3,5-fache von Österreich. Da Österreich zu den reichsten Staaten der Welt mit einer hohen Millionärsdichte zählt, würde eine Besteuerung selbstverständlich ergiebig sein. So brachte die in Österreich bis 1993 existierende Vermögenssteuer in diesem Jahr ein Aufkommen von 612 Mio. Euro. Zum Vergleich: 10 Jahre später betrugen die viel diskutierten Studiengebühren nur rund 150 Mio. Euro. Nicht nur aufgrund des Vermögenszuwachses seit 1993, sondern auch aufgrund von besseren Gestaltungsmöglichkeiten kann von einer neuen Vermögenssteuer ein deutlich höheres Aufkommen erwartet werden. Dieses hängt stark von der Ausgestaltung der Steuer, insbesondere der Bemessungsgrundlage und dem Steuersatz, ab. Je nach Modell gehen Schätzungen dabei von 400 Mio. bis 1,5 Mrd. Euro aus.

Quelle: Arbeiterkammer

 

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