Gegen Gott

Robert Misiks  lesenswertes Plädoyer für keine Religon :

„Die Apologeten der größten Weltreligionen und kleinsten Sekten haben sich heute in einer argumentativen Wagenburg eingerichtet, die es ihnen erlauben soll, sich gegen Kritik zu immunisieren. Wer also nicht nur spezielle Exzesse einzelner Religionen, sondern religiöse Frömmlerei als solche mit kritischen Fragen belegt – und mag es auch die sanfteste Kritik sein -, der muss mit drei Gegenstrategien rechnen: Erstens, Kritik am religiösen Bewusstsein sei, muss er sich anhören, „Fundamentalismus der Aufklärung“. Zweitens, Religionen sind „wahr“, und außerdem gäbe es sie schon sehr lange – und etwas, was so lange zu überdauern vermag, muss ja eine irgendwie höher geartete anthropologische Würde besitzen. Und drittens, selbst wenn sie nicht wahr sind und all das Zeug mit Gott nur Phantasie und Spinnerei, so sind sie wenigstens nützlich, weil sie Menschen auf ein moralisches Leben verpflichten, Gesellschaften zusammenhalten etcetera. Und wenn all das nichts mehr hilft, dann sagen sie, der Kritiker sei ein „atheistischer Fundamentalist“, der ihre „Gefühle verletzt“, mithin also ein extrem unhöflicher Kerl.“

Gegen Gott.

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