Tötet die Ökonomen

Nachdenken über das 20. Jahrhundert

Der grosse Abschied von Tony Judt

Tony Judt („Dem Land geht es schlecht“) eine leidenschaftlicher Historiker und Kommentator des politischen Geschehens hat in einem Gespräch mit Timothy Snyder („Bloodlands“) sein Leben und seine politischen Positionen reflektiert. Das Ergebnis das Buch “ Nachdenken über das 20. Jahrhundert“. Dabei kommt auch Wien und Österreich vor, das er sehr gut kannte. Judt starb wenige Tage nach dem Abschluss des Manuskripts.

Hier einige Zitate:

„Regelmäßig wird auch nachgewiesen, dass extrem ungleiche Einkommensverteilung zu bedrohlichen sozialen Ungleichgewichten führt. Es ist also nicht nur für die Wirtschaft oder für die Arbeitgeber gut, es ist auch für eine Abstraktum namens Kapitalismus gut, seine eigene Logik nicht zu weit zu treiben.“

„Geld macht Dinge messbar. Es vernebelt jede Diskussion über den ethischen Wert oder soziale Zwecke dieser Dinge. Es würde uns nützen, „alle Ökonomen zu töten“  (um Shakespeare zu paraphrasieren). Nur sehr wenige tragen zur Summe unserer sozialen und wissenschaftlichen Kenntnisse bei, viele sorgen mit ihren Vorstellungen, worin soziales Denken besteht für Verwirrung. Die bekannten Ausnahmen können wir entschuldigen.“

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Eingeordnet unter Ökonomie, Bücher, Gerechtigkeit, Geschichte, Gesellschaft, Verteilung

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