Grossbanken sind Krisengewinner

Andrew Haldane  ( schon vor einiger Zeit hier erwähnt), Direktor der Bank of England  und einer der klügsten Köpfe in der Finanzwirtschaft,  zieht frustriert Bilanz über die mangelnden politischen Initiativen, um die Grossbanken zu beschneiden. Sie leben davn, dass sie „too big to fail sind“. (Haldane ausführlicher hier)

Mit der Sicherheit, dass sie nicht Pleite gehen können weil der Staat ja in einem solchen Fall einspringen würde, haben sich die Grossbanken einen beträchtlichen ökonomischen Vorteil „erarbeitet“. Ihre Ratings sind höher als bei weniger wichtigen Banken, die auch mal in Konkurs gehen können. Dies hat zur Folge, dass sie niedrigere Zinsen zahlen müssen und sich daher enorme Summen ersparen, wenn sie sich Geld borgen.

Haldane beziffert den Vorteil dieser  „impliziten “ Subventionen vor der Finanzkrise schon auf 70 Mrd. Dollar pro Jahr  , nach der Finanzkrise auf jährlich über 700 Mrd. Dollar und derzeit auf 300 Mrd. Dollar. (NZZ, 25.1. 2013)

Für GB gibt es Berechnungen die diese impliziten Subventionen allein für die vier grössten britischen Banken auf 34 Mrd. Pfund beziffern.

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Eingeordnet unter Ökonomie, Banken

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