Monatsarchiv: Februar 2013

Wien im Februar

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Foto: Harald Glatz

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Steuerhinterziehung, Einkommens- und Vermögensverteilung

Die Direktorin des WSI der Hans Böckler Stiftung, Brigitte Unger, setzt sich grossartig mit Verteilungspolitik und Steuerhinterziehung auseinander.

„Wenn man die Entwicklung der Steuern seit der Liberalisierung der Finanzmärkte in den 1980er Jahre verfolgt, sieht man, dass die Steuerpflichten sehr unterschiedlich verteilt wurden. Die Steuerbelastung von Arbeit und Kapital hat sich deutlich zu Lasten von Arbeit verschoben. So wurde die Körperschaftssteuer, die Steuer auf die Einkommen juristischer Personen,  de facto auf die Gewinne der Unternehmen, in allen OECD Ländern drastisch gesenkt
Während ein Grundsatz des fairen Steuersystems lautet, dass Einkommen – unabhängig aus welcher Quelle es stammt –  gleich besteuert werden soll, so wird Arbeit in unserem heutigen Steuersystem deutlich benachteiligt.

Eine steigende Steuerhinterziehung ist ein Zeichen einer ungleicher werdenden Einkommensverteilung. Die Gruppe, die hinterziehen kann, hat auch mehr verdient um noch mehr hinterziehen zu können. Außerdem zeigt sie eine ungleiche Behandlung verschiedener Gruppen. Wer gut verdient, kann auch einfacher hinterziehen. Stiftungskonstruktionen in Liechtenstein, Trustkonstruktionen in den Niederlanden und  in Luxemburg sind Wege, die einem Niedrigeinkommensbezieher nicht offen stehen.“

 

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Die Pensionsmythen (3) Sozialstaat in Sackgasse

Ist der Sozialstaat am Ende?

„Sozialstaat in der Sackgasse. Wer zahlt morgen die Renten?“ Das könnte ein Beitrag zur aktuellen Generationenebatte sein. Ist es aber nicht. Der Satz stand in der Österreichischen Zeitung „Österreichische Neue Tageszeitung“ und zwar vor 54 Jahren, am 28. 3.1959! (laut Wikipedia war sie das Zentralorgan der ÖVP unter Bundeskanzler Julius Raab). Die Bedenken und die Polemiken sind also nicht neu. Und das Pensionssystem funktioniert immer noch.

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Die Pensionsmythen (2)

Die Lebenserwartung ist erfreulicherweise stark gestiegen, von 1900 bis 2000 um 74,7 Prozent. Rückblickend vom Standpunkt der Pensionsfinanzierung eine Horrorvision. Trotzdem funktioniert das Pensionssystem. Im Vergleich dazu ist die zu erwartenden weitere Steigerung bis 2050 eher bescheiden: 14 Prozent bei Männern, 10 Prozent bei Frauen.

Lebenserwartung
Bei Geburt Mit 60 Jahren (bzw.65 Jahren)
Männer Frauen Männer Frauen
1900 40,6 43,4 12,8 13,5
1998 74,7 80,9 19,4 23,6
2030 82,5 86,71 20,65 (65) 23,56 (65)
2050 85,79 89,46 23(65) 25,66 (65)

Quelle: Bevölkerung in Österreich. 1990 Hrsg.. Institut für Demographie, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien 1999, S. 18, Statistik Austria, Bevölkerungsprognose 2012

Die Lebenserwartung ist bei Männern ist im letzten Jahrtausend von 40,6 Jahren auf 74,7 gestiegen, das sind  84 Prozent., bei Frauen von 43,4 auf 80,9 das sind 86 Prozent.

Die prognostizierte Lebenserwartung macht für 2050 85,79 Jahre bei Männern aus, das ist einer Steigerung um 14 Prozent, bei Frauen 89,46 Jahren, das ist eine Steigerung um 10,5 Prozent.

Auch hier wiederum: Österreich hat im letzten Jahrhundert mehr verkraftet als für die nächsten Jahrzehnte zu erwarten sind. 

 

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Wem nützt die Bankenrettung?

Die Euro-Staaten pumpen mehr als 150 Milliarden Euro in marode Banken. Wohin fließt all das Geld? 

arte-Film zur Eurokrise (1): Wem nützt die Bankenrettung? – Politik – Tagesspiegel.

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Die Pensionsmythen (1)

Die „Alten“ werden in Zukunft immer mehr

Stimmt, war aber in der Vergangenheit auch so: von 1900 bis 2000 um 170 Prozent. Rückblickend eine Horrorvision!

Anteil von Altersgruppen an der Gesamtbevölkerung

0 – 19 Jahre

20 – 64 Jahre

65+ Jahre

1900

39

53,3

5,7

1951

29,3

60,2

10,6

1971

31,2

54,7

14,2

1991

23,8

61,2

15

2000

23,1

61,5

15,4

2011

20,4

61,9

17,4

2030

19,1

56,9

24

2050

18,4

53,4

28,2

Quelle: Bevölkerung in Österreich. 1990 Hrsg.. Institut für Demographie, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien 1999, S. 18, Statistik Austria, Bevölkerungsprognose 2012

Der Anteil der Jugendlichen ist im letzten Jahrhundert von 39% auf 23% gesunken, also um 40 %. Der Rückgang ist für 2050 auf 18,4% prognostiziert, also um 20%.

Der Anteil der Alten ist von 1900 auf 2000 von 5,7% auf 15,4 % gestiegen, um 170 %. Rückblickend eine Horrorvision. Für 2050 wird der Anteil auf 28,2 % prognostiziert also eine Steigerung um 87%.

Der Anteil der Erwerbsfähigen ist seit 1900 relativ konstant geblieben. 1900 betrug der Anteil 55,3 %, 1951 60,2 %, 1998 61,6%.. Die Prognose für 2030 lautet 56,9% und für 2050 53,4 %.

Österreich hat also im letzen Jahrhundert mehr verkraftet als für die nächsten Jahrzehnte zu verkraften sind.

Private Altersvorsorge inÖsterreich 5.6.2013

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St.Valentines’s Day

Sonja’s St.Valentines’s Day

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Foto: Harald Glatz

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