„IWF-Chefökonom sorgt für Aufregung“ aus „Never Mind the Markets“

Sparmassnahmen und Timing

Drei Seiten im jüngsten «World Economic Outlook» des Internationalen Währungsfonds (IWF) führten zur Aufregungen. Der Chefökonomen des Fonds, Olivier Blanchard stellt fest, „wenn der Staat spart, schrumpft das Gesamteinkommen, so lange der Multiplikator grösser als null ist – ist er grösser als 1, schrumpft das Gesamteinkommen (bzw. das BIP) sogar überproportional.“ Für den Nobelpreisträger Paul Krugman liefert dies sogar den Beleg, dass die Republikaner mit ihrer wirtschaftspolitischen Ausrichtung komplett danebenliegen.

Der Autor des Blogs, Markus Diem Meier, kommt zum Schluss :

„Nein, das alles spricht nicht gegen Sparmassnahmen. Bei hoch verschuldeten Ländern gibt es keine Alternative. Doch die Resultate des IWF sprechen für ein vernünftigeres Timing, wo immer das möglich ist. Ansonsten führen die Versuche, die Staatsfinanzen rasch in Ordnung zu bringen, nicht zum gewünschten Resultat – das deutlichste Ergebnis ist dann eine weiter verschärfte Wirtschaftskrise. Genau das spielt sich vor unseren Augen in einer Reihe von Ländern ab.“

Never Mind the Markets.

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