Telekom Austria: ein Sittenbild

Telekom Austria: ein Sittenbild

Die regelmässigen Analysen der Ausschüttungspolitik der ATX Konzerne durch die Arbeiterkammer Wien gibt ein hübsch

es Sittenbild der  Unternehmensphilosophie der östereichischen Grossunternehmen. Die Analyse der relativen Dividendenentwicklung (Ausschüttung gemessen am Jahresüberschuss)  von 16 der 20 ATX Unternehmen  zeigt  eine Dividendenausschüttung von 45,3 Prozent.

Bemerkenswert die Telekom Austria

„Ungeachtet aller Schlagzeilen, Schwierigkeiten und Verluste liegt die Telekom Austria beim Ausschüttungsvolumen unter den Top 5 der ATX Konzerne. Trotz eines Verlustes von mehr als 250 Mio. Euro kommt das Unternehmen mit Dividenden in der Höhe von 168,2 Mio. Euro auf Platz 4 der vorliegenden Reihung. Während die Aktionäre jährlich konstant hohe Dividenden erhalten, geht diese großzügige Ausschüttungspolitik mittlerweile an die Substanz des Unternehmens. Der Telekom Konzern verfügt zum Bilanzstichtag, dem 31.12.2011, nicht einmal mehr über eine Eigenkapitalquote von 12,0%. „ (Seite 4)

„Telekom Austria: Ausschüttung trotz Verlust 

Bei der Vier-Jahres-Analyse der Telekom Austria fällt folgende Entwicklung auf: Unabhängig davon, ob der wirtschaftliche Erfolg positiv oder negativ ausgefallen ist, werden durchwegs hohe Dividenden an die Aktionäre gezahlt. In den Jahren mit Gewinnen wird sogar fast das 4-fache ausgeschüttet (2009: Ausschüttungsquote von 348,9%). Gibt es keinen Gewinn macht es für die Aktionäre keinen Unterschied. Die letzten vier Jahre kumuliert betrachtet, davon zwei Verlustjahre, erzielt die Telekom einen Konzernverlust von insgesamt -10 Mio. Euro.

Bezogen auf das eigentliche Gesamtergebnis nach IFRS muss die Telekom in diesem Zeitraum sogar ein negatives Gesamtergebnis von über -400 Mio. Euro hinnehmen. Korrespondierend zu diesem Ergebnis gibt es neben Boni für die Vorstände allein in diesen vier Jahren Dividenden in einer Größenordnung von 1,2 Mrd. Euro. “ (Seite 5)


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