Mythen der Erbschaftssteuer I

Schaut man sich die steuerpolitische Diskussion an, zweifelt man am gesunden Menschenverstand vieler Beteiligter.

Einmal angenommen, ich bin Sohn von wohlhabenden Eltern und erbe ein Vermögen von, sagen wir mal 600.000 Euro. Ich muss für dieses arbeitslose Einkommen, für dieses Geschenk keine Steuern zahlen.

Angenommen ich bin gezwungen ( wie Millionen Österreicher) für meinen Lebensunterhalt zu arbeiten, dann muss ich Sozialversicherungsabgaben und Steuern bezahlen. Und nicht gerade wenig.

Hier ein Beispiel:

Wenn ich (als Durchschnittsverdiener) von meinem Arbeitgeber eine Lohnerhöhung bekomme und der Arbeitgeber beispielsweise dafür 100 Euro im Monat bereit ist zu zahlen, so bekomme ich 76 Euro davon brutto. Das Unternehmen muss einmal 24 Euro davon als Arbeitgeberabgaben berappen.

Von diesen 76 Euro zahl ich 13,7 Euro Sozialversicherungsbeiträge und 27,3 Euro Lohnsteuer. Mir bleiben 35,3 Euro Nettoeinkommen.

Wenn ich diese 35 Euro ausgebe, muss ich davon noch 18 % an Umsatzsteuer zahlen

Kann mir jemand den höheren Sinne einer solchen Steuerstruktur erklären ?

Quelle des Beispiels: Farny O., Mühlböck V., Braucht Österreich eine Steuerstruktrureform ?, in: Wirtschaft und Gesellschaft, 2099, Heft 4

Harald Glatz

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