Monatsarchiv: Januar 2012

Die Entmündigung der Konsumentinnen und Konsumenten

Nun, das technische und ökonomische Umfeld hat sich für die Konsumentinnen und Konsumenten in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Vielfach zum Guten, die Auswahl an Produkten ist grösser geworden, einige auch billiger geworden (Telefonie, Computer, Unterhaltungselektronik). Diese Innovationen haben das Leben aber nicht immer erleichtert, vor allem in der Form, wie sie an den Mann oder an die Frau gebracht werden. Eher lieblos geht man mit den Bedürfnissen der Menschen nach Einfachheit um. Digitalkameras werden überfrachtet mit Funktionen, die zu ändern man ganz tief in die jeweiligen Menüs eindringen muss, was nicht jeder will und auch nicht kann.

Die Entwicklung ist vor allem von den Marketingleuten getrieben.Und von den Technikern, die  sich an ihren Innovationen erfreuen, ohne an die Kunden zu denken.

Für die Arbeiterkammer Wien hat Günter Rophol, emeritierter Professor für Allgemeine Technologie an der Uni Frankfurt, die Situation in einem Essay prägnant geschildert. Er illustriert die Entwicklung anhand von Beispielen wie der EU – Glühlampenpolitik, der Kundencallcenter oder  dem Technikkauderwelsch in Gebrauchsanleitungen, so diese überhaupt vorhanden sind und nicht mehr ausschliesslich elektronisch zur Verfügung gestellt werden.

Harald Glatz  

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Abruzzen, Campo Imperatore

Foto: Harald Glatz, iPhone 3, Hipstamatic

Campo Imperatore in Wikipedia

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Schafft sich der Kapitalismus ab? Ungleichheit gefährdet ökonomische Stabilität

Im Extremfall kann eine als ungerecht empfundene Zunahme der Einkommenskonzentration die Legitimität des kapitalistischen Wirtschaftssystems in Frage stellen und den riskanten Versuch eines Systemwechsels einleiten“ (Corneo, S. 111).

Schafft sich der Kapitalismus ab? Diese Frage wird in den letzten Monaten angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise häufig gestellt. Das System ist aus den Fugen geraten und scheint sich nur schwer stabilisieren zu sein. Die Ursachen dafür werden in einem von allen Zügeln befreiten Finanzkapital gesehen. Die Deregulierung hat spekulatives Kapital in ungeahntem Ausmaß ermöglicht und zweifellos ist dies ein Auslöser der Krise gewesen. Weiterlesen

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Streissler At His Best

During a briefing by academics at the London School of Economics on the turmoil on the international markets the Queen asked: „Why did nobody notice it?“

Die Queen stellte eine Frage, die sich viele Staatsbürger stellen.: wo waren und wo sind die Ökonomen der Universitäten gewesen, die sich in den öffentlichen Diskurs einmischen, Stellung beziehen?  Nirgendwo. sie turnen mit Begeisterung in ihren ökonometrischen Modellen herum, abgehoben von der Realität. Sie nehmen ihre öffentlich Aufgabe nicht wahr.

Einige wenige Ausnahmen gibt es. Einer davon ist seit Jahrzehnten Professor Streissler ( nach seiner Selbstdefinition ein Paleoliberaler), andere z.B.Prof. Walter oder Prof. Stockhammer.

Streissler hielt im Jänner eine Vorlesung zu Eurokrise. Spannend und witzig.

Hier Teil 1.

Teil 2 und 3 findet man in UTube, einfach „Streissler“ eingeben.

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Vermögenssteur: einige Milliarden abholbereit

Es schaut ja nicht gut aus mit einer Steuerreform, die mehr Verteilungsgerechtigkeit bringt. Das gebetsmühlenartig „keine neuen Steuern“ verhindert offenbar jegliche rationale Diskussion. Und so wies ausschaut wird die Reduzierung des Staatsdefizit von den weniger betuchten bezahlt werden. Aber vielleicht doch nicht ?

Die Arbeiterkammer Niederösterreich hat unter dem Titel „Perspektiven einer Vermögensbesteuerung“ die Argumente aktuell zusammengefasst.

Die Einkommensverteilung wird ungleicher. Seit 1978 ein Rückgang der Lohnquote von 77,7 % (1978) auf 67,4 % (2007). Die Lohnquote ist das Verhältnis von Einkommen aus nicht-selbständiger Arbeit (Arbeitnehmerentgelte) zum Volkseinkommen.

Innerhalb der unselbständige Beschäftigten hat sich die personelle Einkommensungleichheit deutlich vergrössert.

Der Haushaltssektor besass 2009 473,4 Mrd. Euro an Geldvermögen. Das reichste Prozent alleine 27 % des gesamten Geldvermögens.

Das Immobilienvermögen macht 880 Mrd. Euro aus. Das reichste Zehntel davon rund 61 % ( ca 530 Mrd. Euro). Bei Steuerfreibeträgen bis zu 500.000 Euro bleibt eine Basis für Besteuerung von 520 Mrd. Euro.

Dazu kommen noch Erbschaften und Schenkungen.

Innerhalb der OECD liegt Österreich mit einem Vermögenssteueraufkommen von 0,5 % des BIP an viertletzer Stelle. Eine Anhebung auf OECD – Durchschnitt ( 1,8%)  brächte 3,56 Mrd. Euro Mehreinnahmen.

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Liste der Schande

AK hat bei der Einführung des Euro eine Internetseite ins Leben gerufen auf der Konsumentinnen und Konsumenten ihre Wahrnehmungen über ungerechtfertigte Preiserhöhungen deponieren konnten. Sehr zu Missfallen der Regierung und de Wirtschaft. Sogar die „Teheran Times“ hat darüber berichtet. „Prime Minister Wolfgang Scheussel (sic) also critized AK’s actions, saying ‚we are not in the Middle Ages“

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Triest im Jänner

Foto: Harald Glatz, iPhone 3 Hipstamatic

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